Back online

“Hey, what took you so long?” This is exactly the question I am asking myself the last days. But let’s start at the beginning. By the way always a good idea. :-)

My blog was hacked 4 years ago and was taken offline by my provider. I tried to get it back online but was not able to. Other things became more important and so it stayed dormant. I also got more and more caught in the phenomena that I discribed in my post . VCs and Entrepreneurs blog and write, but in large corporations like I workd for the last alsmost 4 years, this is really tricky. But let’s see. :-)

Three days ago I deleted everything and asked my provider to reactivate my domain. And here we are. New WordPress, all the old content and hopefully some new stuff in the future.

The first change of cause is the switch to English to enable more of my friends to follow my posts. I will still publish some articles in German, but only if I expect the target audience to be – let’s call it – receptive to German texts.

To make things easier I will try to find a nice Google Translate plugin. The jokes and sarcasm will not translate, but maybe the message will stay.

Reading some very old posts is very interesting to me. Some predictions turned out to be head on some thoughts are still en vogue and some aspects have not been adopted by a broader audience yet.

So, have fun and please join my discussions.

Best from Berlin,

Björn

Präsentationen: Schein oder Sein?

PowerPoint – vielleicht DAS Werkzeug, welches die (Büro-) Arbeitswelt verändert hat, wie kaum ein anderes Stück Software. Sicherlich ist die Email ein größerer Schritt in der Kommunikationsentwicklung gewesen, den man kontrovers diskutieren kann. Es ist schließlich immernoch eine Kunst zu entscheiden, wann eine Email, ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch das Mittel der Wahl für eine Kommunikation ist.

Jetzt möchte ich aber ein paar Gedanken zum Thema Präsentationen und PowerPoint zur Diskussion stellen.
Vor allen in Unternehmen in denen großer Wert auf das Corporate Design (CD) gelegt wird, spielt sie eine große Rolle:

“Wieviel Energie fließt bei der Erstellung einer Präsentation in Form, Farbe, Schrift und Layout und wie viel in den Inhalt?”

Eines vorab: Die Form und Art der Darstellung ist für den Inhalt und die Botschaft einer Präsentation von essentieller Bedeutung!

Mir geht es darum, dass Folienmaster mit hundert oder mehr Seiten dem Corporate Design dienen können, nicht aber zwingend dem Inhalt und dessen Aussagekraft helfen. Einige von ihnen legen für jede Kombination von Boxen, Listen, Grafiken und anderen Content ein Layout fest und zwingen so auch die Gedanken in die schon bestehenden und bekannten Muster. Wenn ein Zusammenhang schon eine Darstellungsform im CD-konformen hat, kann er wohl kaum sehr innovativ und kreativ sein.

Auf der anderen Seite kann es sehr hilfreich sein, wenn man Diagrammtypen und Standarddarstellungen CD-konform zur Hand hat.

Der wohl beste und gleichzeitig bekannteste Präsentator unserer Zeit ist wohl Steve Jobs, seines Zeichens CEO von Apple. Allerdings gibt es nur einen Steve Jobs und nur wenige Menschen, die ähnlich gut präsentieren können. Bedeutet dies aber auch gleichzeitig, dass man nicht auch als durchschnittlicher “Folienbauer” klare und saubere Darstellungen wählen kann und sollte?

Was sind eigentlich Präsentationen: Sie sind in erster Linie dazu da, Inhalte eines Vortragenden in einer klaren Reihenfolge darzustellen.

Weniger ist mehr und das gilt vor allem für Darstellungen komplexer Inhalte für ein Auditorium, welches im Zweifel keine Vorkenntnisse zum Thema hat. Ein Wort allein in schwarzer Schrift auf weißem Grund sagt lenkt die Aufmerksamkeit deutlich besser auf den Kern der Aussage als ein verschnörkelter Satz umrahmt von Impressum im Footer, Firmenname und Logo im Header und vielleicht noch Seitenzahl, Kapitel und so weiter.

Haben Sie schon einmal nach 5 Minuten, in denen Ihnen ein Mercedes Mitarbeiter z.B. die Jahreszahlen vorstellt, vergessen dass es um Mercedes geht, nur weil die Bulletpoints keine Mercedes-Stern-Logos sind?

Ein Vortrag ist ein multimediales Ereignis. Ein Begriff, der fast schon etwas angestaubt klingt. Aber genau das ist eine Präsentation – ein Zusammenspiel der Folien, der Stimme und Gesten des Vortragenden, eventuell der Anmoderation des Gastgebers, der Musik, des Lichtes im Raum, des Tons, der Videos und vielleicht auch der Fragen der Zuhörenden. All dies zusammen ergibt das Gesamtgebilde “Präsentation”.

Aus diesem Grunde muss auch nicht jede einzelne Folie alle Aufgaben auf einmal übernehmen. Auch muss sie nicht dem jetzt gerade erst zufällig und ohne Einladung den Saal betretenden Zuschauer zeigen, wer gerade über welches Thema spricht, welchen Lebenslauf er hat und was ihn dazu befähigt hier auf der Bühne zu stehen.

Anders ist dies bei Dokumentationen. Diese müssen eine Vielzahl von Details aufweisen, die eine Präsentation nicht braucht. Dazu gehören Quellen, Rohdaten, komplexe Zusammenhänge, Glossare, evtl. Anwesende eines Workshops und so weiter.
Für eine Dokumentation benutzt man aber bitte keine Präsentation sondern ein (Word-)Dokument. Dort ist dann Platz für alle diese Dinge und es muss auch nicht vor hundert oder tausend Zuschauern im Querformat in 15 Minuten funktionieren.

Schlussendlich bringt mich dies zu der Ansicht, dass ein Folienmaster ein CD-gerechtes Deckblatt und Abbinder haben sollte, die Schriftart vorgeben sollte, welche möglichst auf handelsüblichen Rechnern vorhanden sein sollte, und dazu vielleicht noch ein paar Farben regelt. Wenn mir die Vorlage jetzt noch ein paar Standarddiagramme liefert, die sich einfach mit Daten füllen lassen und einige Bilder für Zwischenseiten vorhanden sind, dann ist alles schick!

Warum dies alles? Dann nämlich kann sich derjenige, der eine Präsentation bauen möchte, vor allem um den Inhalt kümmern und muss nicht einen signifikanten Teil seiner Zeit mit dem Layouten verbringen. Und wer weiß, vielleicht schärft er in dieser Zeit sogar noch weiter die Aussage, kommt auf weitere Ideen und schafft so einen echten Mehrwert für sich und seine Zuhörer.

An Early Adopter or Not?

Es gibt Menschen, die springen auf jeden neuen Zug auf. Sie brauchten den ersten Walkman, den ersten GameBoy, ein Tamagotchi, eine MiniDisk, einen MP3-Player oder einen HD-DVD Player. Sie wurden Mitglied bei AOL in den 90ern, bauten sich ein Haus in SecondLife und waren unter den ersten 1.000 Usern der nächsten hippen Internetseite. Man nennt sie auch “Early Adopters“.

Andere wiederum sind immer skeptisch. “Kein Arzt darf den Körper eines Menschen öffnen, denn dann entweicht die Seele!” “Wenn man mit der Eisenbahn schneller als 35 Kilometer pro Stunde fährt explodiert bestimmt der Kopf!” “Handys sind nur was für Wichtigtuer und Snobs! Das braucht doch kein Mensch!” “Das LHC im CERN wird schwarze Löcher produzieren, die die Erde verschlingen werden!” Diese Menschen bewegen sich eigentlich so gut wie nie oder erst dann, wenn sich die Erde unter ihnen bewegt. Diese Gruppe sind die skeptischen “Late Followers”!

Eines haben beide Gruppen gemeinsam: Das Abwägen von Chancen und Risiken ist bei ihnen so gut wie nicht vorhanden und das Timing stimmt nur sehr sehr selten. Die Early Adopters machen alles mit und müssen daher auch zahlreiche Rückschläge hinnehmen. Tamagotchis waren nach einen Jahr out, ebenso SecondLife (obwohl es noch da ist und weiter stetig wächst) und die ersten MP3 Player hat man dann bald gegen iPods ausgetauscht, deren erste Generation, obwohl bahnbrechend, doch noch ein proprietäres Gerät für Apple User war. So war es ein Produkt für die Early Adopters innerhalb der Early Mac Adopters.
Die Late Follower auf der anderen Seite verpassen jede neue Entwicklung und damit auch Chancen. Sie hätten sich nicht den Blinddarm entfernen lassen und wären gestorben, haben nicht in die lukrative Eisenbahn investiert, zu spät ein Handy gekauft, um bei einem Unfall Hilfe rufen zu können und würden Grundlagenforschung am liebsten gleich verbieten. So lange sie es für sich allein im privaten Bereich machen, ist das ihr Thema.

Was aber wenn ein Entscheider ein “Late Follower” ist? “Wir brauche kein Fax oder später kein Email! Unsere Kunden können ja einen Brief schicken oder (ein paar Jahre später) faxen!” :-) “Ich brauche keine Internetseite, ich bin Friseur! Was hat das mit Internet zu tun?” Es gibt Fälle in denen Friseure Anstürme an Kunden bekamen, nur weil sie auf Qype gute Bewertungen hatten und neu Hinzugezogene bei der Suche nach einem neuen Friseur so auf ihn gestoßen sind. Seine Wettbewerber hatten dem entsprechend weniger Kundschaft.

Am besten macht es die Gruppe, die Trends beobachtet, analysiert und rechtzeitig aber nicht vorschnell Grundlagen schafft, um im Falle, dass ein Thema “fliegt”, dabei sein zu können. Man muss nicht gleich eine allumfassende Lösung anstreben, aber sollte die Türen offen halten.

In meinem Job beschäftige ich vor allem mit den neuen Themen in der ohnehin schon schnellen Internet-Industrie. Da sind die Social Networks, Microblogging Dienste und neuen Technologien wie Cloud Computing aber auch neue vernetzte Arbeitsweisen innerhalb und zwischen Organisationen. Dabei sagt man mir immer wieder nach, ich sei ein Early Adoptor und würde Dinge (zu) schnell angehen.

Ist das so? Ich möchte das einmal kritisch hinterfragen. Vielleicht haben diese Menschen recht, vielleicht aber auch nicht. Auf geht’s mit ein paar konkreten Beispielen:

  1. Ich hatte wohl einen der ersten GameBoys. Warum? Wir fuhren 1989 mit dem Auto von etwas Hannover nach Jugoslawien, heute Kroatien. Diese lange Zeit wollte unsere Mutter erträglicher machen und kaufte meiner Schwester und mir einen GameBoy. Dann gleich zwei, denn sonnst hätte es vielleicht eine Horrorfahrt werden können. Schlussendlich spielte sie auch viel Zeit mit jeweils einem von uns. Tetris zu zweit – ich habe das Gedudel noch heute in den Ohren. :-) Wir waren früh, aber das war auch gut so.
  2. Anfang der 90er hatte ich einen MiniDisk Player und ich habe ihn geliebt. MP3 und CD-Brenner gab es nicht, MC-Bänder leierten schrecklich. Da war die MD eine Wonne. Ich hatte aber erst einen portablen Recorder, als diese erschwinglich wurden und ausgereift waren. Ich war zwar eher als der Mainstream, aber Gerät passte in die Hosentasche, die ersten DJ-Geräte nicht. :-) Die DJs waren hier klar die Early Adopter.
  3. Meinen ersten iPod habe ich 2004 bekommen, 3 Jahre nach dem Launch der 1. Generation. Zu diesem Zeitpunkt gab es das Gerät für PCs und USB, die Anschlüsse waren die, die es heute immernoch sind (gutes Timing) und insgesamt war es ein ausgereift wirkendes Gerät. Damit war ich in Deutschland mit Sicherheit sehr früh dabei, aber global nicht wirklich.
  4. Ich nutze GoogleMail. Ich liebe es und es sooo praktisch. Ja, ich weiß, böses Google und so. Schon klar! Wer von Ihnen ist denn ausgewandert als wir in Deutschland die Vorratsdatenspeicherung eingeführt haben? Ich bin aber auch erst Ende 2007 oder Anfang 2008 umgestiegen. Da gab es den Dienst schon über 3 Jahre.
  5. Diese Jahr setzt der Exodus der PCs bei mir ein und Apple hat auch meine Computerwelt erobert. Das ist nun wirklich nicht early, aber unter den ersten 5% der deutschen Computernutzer bin ich wahrscheinlich trotzdem.

Das bringt uns zu einem interessanten Punkt. Wer ist eigentlich die Gruppe, in derer man als early oder late gilt? Ist es die Bevölkerung? Die von Deutschland, Europa, der westlichen Welt oder gar global gesehen? Ist es die Gruppe der professionellen Technologienutzer oder gar der in der IT-Industrie im Bereich Forschung, Entwicklung und Strategie tätigen Menschen? Niemanden würde einen Menschen in Deutschland einen Early Adoptor nennen, nur weil er lesen und schreiben kann. In Afghanistan wäre es es mit Sicherheit.
Nimmt man die Community der Designer und Architekten, so finden Sie mal bitte jemanden, der etwas auf sich hält und keinen Mac hat! DJs ohne Minidisk für Mixtapes oder -disks waren in den frühen 90ern über 50 Jahre alt oder legten nur auf drittklassigen Veranstaltungen auf. Es ist essentiell, sich die Vergleichsgruppe genau zu wählen, um eine aussagefähige Einordnung machen zu können.

Ja, ich war schon Anfang 2008 auf Facebook, da war das in den USA schon ein Massenphänomen, hier kannte es noch keiner. Nicht einmal 100.000 User gab es in Deutschland, aber die Prognose, dass Facebook die StudiVZs platt machen wird, hat sich bewahrheitet. Auch nutze ich Cloud Computing Dienste und wir setzen sie sehr erfolgreich in meiner Abteilung ein. Sie haben die Merktreife aber auch erreicht.

Ich denke nicht, dass ich kein wirklicher Early Adoptor bin und damit Vorschnell in der Anschaffung neuer Innovationen. Für Außenstehende mag das so aussehen, aber im Rahmen meiner Welt ist das nicht so. Ich interessiere mich sehr für neue Dinge und Trends, möchte zuerst einmal die Chancen darin verstehen und das geht nur, wenn man sich wirklich damit beschäftigt. Für die Risiken muss man dann auch ein fundiertes Assessment machen und Lösungen finden oder darauf warten. Stillstand ist Rückschritt. Die Dinsaurier waren “Late Follower” nach der Klimaveränderung vor 63 Millionen Jahren, General Motors hat seine Modellpalette nicht zeitgemäß angepasst, weil sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben, die etablierten Reiseveranstalter wurden von Holidaycheck und TripAdviser kalt erwischt und Quelle hat das Internet verpennt. Letzteres ist wirklich eine “Leistung” und alle haben ihre “Verspätung” nie aufgeholt oder gar nicht überlebt.

Also lieber einmal zu früh als immer zu spät. Offenheit ist wichitg und Timing ebenso. Auf diese Weise habe ich mir rechtzeitig diese Domain woltermann.de mit meinem Namen gesichert und meine Familie und ich erfreuen uns über schöne Email Adressen, die wir mit GoogleMail oder Google Apps abrufen. :-)

In welche Gruppe gehören Sie?

Ausnehmend guter Service bei der Bahn

Heute bin ich wieder einmal mit der Deutschen Bahn gefahren. Als recht häufig fahrender Kunde habe ich schon viele Dinge erlebt. Wenn etwas außerplanmäßig oder nicht ganz vorschriftsmäßig läuft, so sind die Erfahrungen doch eher unangenehmer Natur.

Service ist und bleibt nun einmal Menschensache und hängt von der Einstellung und Motivation eines jeden Einzelnen ab. Ist der Kunde ehrenwerter Gast oder doch nur ein nervendes Individuum, welches den Tag ein Stück anstregender macht.

Aus dem ehemalig staatseigenen Beamtenbetrieb ein kundenorientiertes Unternehmen zu machen geht nun einmal nicht von heute auf morgen und bei vielen Mitarbeitern ist das bis heute noch nicht angekommen.

Heute habe ich mein ausgedrucktes Online Ticket auf dem Weg zwischen S-Bahn und ICE auf dem Bahngleis verloren. Bein Nachschauen, in welchem Wagen ich nun meinen Platz hätte, muss es mir herunter gefallen sein.

Mist, das bedeutet Ärger, denn diese Tickets sind nur in ausgedruckter Form gültig. Da ich ein Netbook mit UMTS dabei hatte, hab ich mir dann das PDF mit dem Ticket noch einmal aufgerufen. Ich rechnete aber damit, dass das nicht reichen würde und habe mich schon auf den Kauf eines neuen Tickets eingestellt. Nicht dass ich nicht positiv denken würde, aber ich fliege halt nicht Lufthansa sondern fahre mit der Bahn. Einfach die Miles and More Karte an den Automaten halten und sich ein neues Ticket ausdrucken geht hier halt nicht.

Eine Stunde später kam der Zugbegleiter, Schaffner soll man ja nicht mehr sagen, und fragte nach meiner Karte. Ein freundlicher, schlanker Mann Anfang 40 (eher die Ausnahme denn denn die Regel) und dem ich mein Problem schildern wollte. Er unterbrach mich und sagte: “Sie sind Herr Woltermann und wollen nach …? Jaja, ich kann Hellsehen!” Er lachte. “Ihr Ticket ist am Bahnsteig gefunden worden und die Kollegen haben mich benachrichtigt. Sie faxen es nach Hannover, wo sie ja umsteigen möchten. Gehen Sie einfach zur Aufsicht am Gleis und die werden Ihnen das Ticket dann geben.”

Ich war platt, bedankte mich und gab meine Überraschung über derart vorzüglichen Service kund. Er freute sich und versuchte den Barcode von meinem Monitor abzuscannen. Entgegen aller Behauptungen all seiner Kollegen zuvor funktionierte das tadellos und er wünschte mir noch eine gute Weiterfahrt!

WOW! Hut ab! Da kann man einmal sehen, dass Service wirklich von jedem einzelnen abhängt. Hier haben sich gleich mehrere getroffen: Der Finder, der Mitarbeiter in Berlin am Gleis, der den Zug benachrichtigt hat und das Ticket nach Hannover gefaxt hat und der Zugbegleiter seinerseits! Ich bin immernoch begiestert.

Als ich dann in Hannover aus dem Zug stieg setzte die attraktivste Bahn-Mitarbeiterin, die ich je gesehen habe, noch eines oben drauf. Sie wartete exakt vor meiner Tür, denn meine Platznummer stand ja auf dem Ticket, und fragte: “Herr Woltermann?” Ich nickte und sie übergab mir einen Ausdruck meines Tickets. Träumte ich? War das die Deutsche Bahn?

Leider habe ich die Namen der Kollegen nicht, aber ich werde versuchen diese Leistung an die Personalabteilung zu berichten, denn so etwas außergewöhnlich Gutes ist ein Lob wert und muss Beachtung finden.

Vielen Dank! Sie alle haben mir ein tolles Erlebnis geschenkt, welches ich wohl nicht vergessen werde. Hätte die Bahn mehr Mitarbeiter mit Ihrer EInstellung, würde sie ohne Probleme zum kundenfreundlichsten Unternehmen der Republik gewählt werden.

Ruht in Frieden ihr xxxxxVZ dieser Welt

Tja, schade, es hätte mal eine schöne Erfolgsgeschichte aus Europa für das Internet werden können. Dass wirkliche Neuerungen und Trends in der Internetwelt aus Europa oder gar Deutschland kommen, daran mag man ja schon fast gar nicht mehr zu glauben. Vielmehr haben wir uns darauf beschränkt funktionierende Modelle aus den USA zu kopieren und dann hier sprachlich anzupassen. Das war”™s – mehr Kreativität und Mut sind nicht drin. In guten Fällen kann man das Geschäft dann noch rechtzeitig an den Großen aus den USA verkaufen, wenn dieser den Sprung über den großen Teich wagen möchte. So geschehen bei Alando und Ebay vor (vielen) Jahren.

Gut, wir Deutsche haben MP3 erfunden, ein Business und damit wirtschaftlichen Erfolg haben wieder einmal unsere transatlantischen Freunde gemacht, in diesem Falle Apple! Richtig so, wir haben es auch nicht anders verdient.

Nun zu den xxxxxVZ dieser Welt: Die Gründer haben rechtzeitig erkannt, dass es dort ein schönes zu kopierendes Modell in den USA gibt und haben damit Soziale Netzwerke in Deutschland gesellschaftsfähig gemacht. Sogar den Absprung haben sie zur rechten Zeit geschafft, allerdings hat diesmal nicht das Original (Facebook) gekauft, sondern Holzbrinck, eine klassische deutsche Verlagsgruppe. Eigentlich eine gute Sache; das Startup hatte die Größe, Reichweite und Relevanz um einen relevanten Hebel für die bestehenden Offline-Inhalte das Tor ins Online-Zeitalter zu werden.

Aber nein, weit gefehlt. studiVZ und co. haben meiner Meinung nach so ziemlich alles falsch gemacht, was man hätte verbocken können. Sie sind nicht offen für externe Applicationen, haben keine Verbindungen zu anderen ihrerseits offenen internationalen Netzwerken, lassen keine Datenportabilität zu und wirklich neue Features gibt es auch nicht. Man hat sich einen schönen “walled garden” gebaut. Dieses Modell hat schon bei der DDR nicht funktioniert, denn wenn alle raus wollen, werden sie auch früher oder später einen Weg finden. Ich habe meinen Account übrigens letzte Woche gelöscht.

In meinem Artikel “How many Social Networks do you need?” habe ich schon den Usecase “Auslandsstudium und Schüleraustausch” beschrieben. Open Social war ewig angekündigt, ist bis heute nicht wirklich umgesetzt, von 3rd party Log-ins ganz zu schweigen. Auf diese Weise gehen alle Möglichkeiten, die schier unerschöpfliche Kreativität “da draußen” zu nutzen verloren. Apple machte es mit dem AppStore und Facebook mit Facebook Apps vor. Hierzulande hat man sich dann aber doch nicht getraut diesen Trend dann auch konsequent zu kopieren.

Facebook hat nun die kritische Masse durch Netzwerkeffekte zu wachsen selber erreicht und braucht keine Akquisitionen mehr. Was nun also anfangen mit den VZ dieser Welt? MeinVZ sieht sich mit WerkenntWen.de und StudiVZ mit Facebook konfrontiert. Einzig SchuelerVZ hat noch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Noch!

An dieser Stelle ist es nun essentiell, dass man bei dem Versuch sich gegen diese Player zu behaupten, nicht eine “one size fits all” Lösung über alle VZ versucht, sollten die technischen Synergien noch so groß sein. Schüler, Studenten und Hausfrauen nutzen diese Plattformen nun einmal vollkommen unterschiedlich. Was der einen Gruppe hilft kann der anderen total im Weg stehen.

Sollte ich einen Optionsschein auf die VZ kaufen müssen, so würde ich einen schönen Put mit 1 Jahr Laufzeit wählen. Ich würde wetten, dass sie Stimmung dort nächsten Sommer eher winterlich sein wird.

Why LinkedIn should add relationship status info to profiles

Yesterday I met a friend in San Francisco. He talked about a lot of interesting ideas. One topic was a question he was asked currently by the guys from LinkedIn, whether or not it would be a good idea to add “relationship status” and “sexual orientation” to the profiles.

Your first reaction probably is “NO”, because LinkedIn is a business network and such personal data does not belong there. Xing for example has an issue with women being approached by male “networkers” who try to date them just because of nice pictures. So does it make sense to add the chance to fill in these details?

I wanted to sharpen the question and fire the discussion up a little bit and said: “Let’s add number of children as well!” “Let’s stay focussed”, my friend replied, but I was totally serious with that.

Why? Because I believe that in a recruitment process the willingness of moving to another city, state or country is a function of many factors – job specific and private ones. Being married and having children in school for example makes you much less flexible, because moving will force not just yourself to adapt to a new environment but your wife and children as well.

When it comes to the question of sexual orientation the mechanism is similar, but the topic is a little more delicate. Since there are large differences in state laws dealing with homosexuals for example moving to a less or not at all liberal area can be a show stopper.

In times like these, when there are lots of talents available for recruiters and costs of hiring a critical issue like any others, narrowing down your pool of candidates is more important than ever. Having detailed information on the private situation can be helpful. Leading an interview with someone who won’t be willing to move is wasted time. Offering a job in proximity of good schools or in combination with children day care on the other hand can be a decent differentiator for an employer.

So give everybody the freedom to choose whether or not he wants to provide these details and let’s see what happens. Maybe it can help married women to be bothered less only because they have a beautiful profile picture. :-)

Sehr romantisch! :-)

Kann man machen, muss man aber nicht! *grins*

Ein Lächeln zum Geschenk

In diesen Tagen ist es kalt und entweder verregnet oder verschneit. Die Menschen sind mit ihren Autos vielleicht gerade irgendwo im Verkehr stecken geblieben und zu spät gekommen oder aber haben ihr Ziel etwas nasser als sonst erreicht.

Nun gut – das Wetter können wir nicht ändern (nehmen wir den selbstgemachten Klimawandel einmal außen vor). Sollten wir einmal zu spät kommen und dies auf höhere Gewalt zurückzuführen zu sein, so können wir es auch nicht ändern.

Wie also nun mit derartigen Widrigkeiten umgehen?

Mein Tipp: Ertragen Sie es mit Gelassenheit! Ärgern macht die Situation nicht besser und hilft Ihnen schon gar nicht! Ärgern macht nur Falten und hilft der Kosmetikindustrie. War das Ihr Ziel, als sie sich das letzte Mal über das schlechte Wetter oder einen Stau aufgeregt haben?

Wie schon in meinem Artikel “Smile, it’s raining!” kann ich Ihnen nur eines raten: Genießen Sie den Moment! Er hat wunderschöne Aspekte, die Sie im Ärger vielleicht übersehen würden.
Ja, es schneit gerade und ist kalt, aber hören Sie einmal wie wunderbar der frische Schnee unter den Schuhen knirscht! :-) Oder aber es regnet – ja, man kann den Regen riechen, hmmm, und die Luft ist dann immer so wunderbar sauber!

Gestern bin ich am Hackeschen Markt entlang nach Hause gegangen, hatte gute Laune und mir diese auch nicht vom Nieselregen verderben lassen. Ich lächelte und schaute den Menschen, die mir entgegenkamen auch in die Augen. Viele Menschen schauen auf den Boden oder meiden Blickkontakte, wenn sie durch die Straßen gehen. Wie schade!

Ich schaute also meinen Mitmenschen in die Augen, nicht aufdringlich, aber mit meiner fröhlichen Gelassenheit. Und siehe da – einige wachten auf aus ihrem Trott, irgendetwas auf dem Boden zu suchen und auch ihre Gesichter wurden von einem Lächeln gekrönt. Ein wirklich schönes Gefühl einem unbekannten Mitmenschen ein Lächeln geschenkt zu haben!

Möchten Sie es auch einmal versuchen? Vielleicht finden ja auch Sie gefallen daran!

Ihr Björn Woltermann

Lost Generation

I don’t want to comment on this, just spread it, ’cause it’s just great!

See for yourself!