Warum verziehen die Menschen eigentlich immer das Gesicht, wenn es regnet oder leicht mieselt? Werden wir auf diese Art weniger nass oder tut der Regen gar weh? Nein, ganz im Gegenteil. Ich persönlich empfinde den Regen als angenehm, egal ob ich grad Laufen bin und mir dieser aufgrund meiner Regensachen nichts ausmacht, oder ich am Strand spazieren gehe und der Regen auf das Ölzeug prasselt.

Regen ist toll. Besonders mag ich diesen feinen Sprühregen, bei dem man die einzelnen Tröpfchen gar nicht ausmachen kann. Im Mai, so heißt es, soll der Regen sogar schön machen. Super! ;-)

Wir müssen auch nicht die Augen schützen, obwohl es wahrscheinlich genau so ein Instinkt ist, der uns zu diesen Grimassen veranlasst. Die Evolution hat uns Augenhöhlen und Wimpern gegeben, um unsere Augen effizient zu schützen. Solange es nicht hagelt, oder aber der Regen in Orkanstärke daher kommt, ist alles in Ordnung.

Schneller rennen ist ok um weniger nass werden. Den Regen an sich können wir aber nicht abstellen oder weniger nass machen. Versuchen Sie ihn beim nächsten Mal zu genießen, statt zu verfluchen. Ohne ihn würden die Bäume und Blumen nicht blühen und wir hätten kein Wasser zum Trinken. Er spendet Leben und sollte von uns eher mit Freude als mit Verdruss empfangen werden. Klar ist Sonne angenehmer, aber wenn der Regen schon da ist, dann machen wir doch das Beste daraus. Nass werden wir eh, also warum sich darüber ärgern. Der Regen macht es nicht mit Absicht!

Ich freue mich jedes Mal, wenn mir ein Mitmensch im Regen begegnet und dieser sich über mein nicht verzogenes Gesicht wundert. Versuchen Sie doch auch einmal dem nächsten Schauer mit einem Lächeln zu begegnen. Der nächste Regen kommt bestimmt!

Ihr Björn Woltermann