Björn Woltermann

    Arbeit und Leben in Berlin

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    In den letzten Tagen bin ich mehrfach auf das Thema Bildung und Wissen gestoßen. Unter anderem fragte mich eine Freundin um einen Rat zum Thema Bewerbung und Karriere. Dabei ging um in der Vergangenheit erlernte Software-Produkte, heutige Technologien und die Frage, in welchen Arbeitsmarktsegmenten welche Chancen bestünden. Dabei stellte ich mir die Frage, nach welchen Fähigkeiten und Eigenschaften von Bewerbern ich heute auswähle und in Zukunft rekrutieren würde.

    Wir leben in Europa zum größten Teil in Dienstleistungsgesellschaften, in denen qualifizierte Tätigkeiten gefragt sind. Nur diese erwirtschaften ausreichend Wertschöpfung, um unseren sehr hohen Lebensstandard finanzieren zu können. Dazu ist meist umfassendes Fachwissen gefragt. Gleichzeitig nimmt der Fortschritt immer weiter zu. Nicht nur, dass das Wissen an sich immer größer wird, gleichzeitig nimmt auch die Geschwindigkeit zu, mit der sich der Wissensschatz vermehrt.

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    Smile, it’s raining!

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    Warum verziehen die Menschen eigentlich immer das Gesicht, wenn es regnet oder leicht mieselt? Werden wir auf diese Art weniger nass oder tut der Regen gar weh? Nein, ganz im Gegenteil. Ich persönlich empfinde den Regen als angenehm, egal ob ich grad Laufen bin und mir dieser aufgrund meiner Regensachen nichts ausmacht, oder ich am Strand spazieren gehe und der Regen auf das Ölzeug prasselt.

    Regen ist toll. Besonders mag ich diesen feinen Sprühregen, bei dem man die einzelnen Tröpfchen gar nicht ausmachen kann. Im Mai, so heißt es, soll der Regen sogar schön machen. Super! ;-)

    Wir müssen auch nicht die Augen schützen, obwohl es wahrscheinlich genau so ein Instinkt ist, der uns zu diesen Grimassen veranlasst. Die Evolution hat uns Augenhöhlen und Wimpern gegeben, um unsere Augen effizient zu schützen. Solange es nicht hagelt, oder aber der Regen in Orkanstärke daher kommt, ist alles in Ordnung.

    Schneller rennen ist ok um weniger nass werden. Den Regen an sich können wir aber nicht abstellen oder weniger nass machen. Versuchen Sie ihn beim nächsten Mal zu genießen, statt zu verfluchen. Ohne ihn würden die Bäume und Blumen nicht blühen und wir hätten kein Wasser zum Trinken. Er spendet Leben und sollte von uns eher mit Freude als mit Verdruss empfangen werden. Klar ist Sonne angenehmer, aber wenn der Regen schon da ist, dann machen wir doch das Beste daraus. Nass werden wir eh, also warum sich darüber ärgern. Der Regen macht es nicht mit Absicht!

    Ich freue mich jedes Mal, wenn mir ein Mitmensch im Regen begegnet und dieser sich über mein nicht verzogenes Gesicht wundert. Versuchen Sie doch auch einmal dem nächsten Schauer mit einem Lächeln zu begegnen. Der nächste Regen kommt bestimmt!

    Ihr Björn Woltermann

    Hallo zusammen,

    mein Freund Olaf hat in seinem Blog Gedanken und Anregungen zu den Diskussionen um Killerspiele niedergeschrieben. Es geht dabei um die öffentliche Ursachenforschung nach Amokläufen und Gewalttaten und die Tatsache, dass scheinbar immer Computerspiele schuld sein sollen.
    Ich finde ihn sehr lesenswert und möchte ihn allen zur Lektüre empfehlen, die sich für das Thema interessieren.
    Warum läuft Herr L. Amok?

    Weitere Informationen zur Herkunft des Begriffes “Amoklauf” finden sich auf Wikipedia.

    Viel Spaß bei der Lektüre!

    Jeder Mann, der schon einmal eine Freundin und/oder Frau hatte, kam bestimmt schon einmal an den Punkt an dem er sich fragte, warum Frauen eigentlich immer Schuhe oder Handtaschen shoppen gehen wollen? Früher konnte Mann eine Frau mit einer Einladung zu einem romantischen Dinner zu zweit ziemlich sicher zu einem Date bewegen, heute ist der Vorschlag am Samstag in der City Schuhe shoppen zu gehen der ultimative Verführungsköder für einen gemeinsamen Tag. Trotz aller Ironie ist sicher ein Funken Wahrheit darin.

    Warum sind es aber die Schuhe und Handtaschen, die im Zentrum des weiblichen Beutefokus stehen? Über die Jahre habe ich mir dazu einige Gedanken gemacht, denn während der Einkaufsausflüge der vergangenen Jahre bot sich die eine oder andere Wartezeit zum Sinnieren an. Warum sind es nicht T-Shirts oder Röcke, Hosen oder Kleider? Was haben Schuhe und Taschen gemeinsam, was sie von anderen Kleidungs-Bestandteilen unterscheidet?

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    Reue, die; – [mhd. riuwe, ahd. (h)riuwa, urspr. = seelischer Schmerz, H. u.]: tiefes Bedauern über … (aus dem Online Angebot des Dudens)

    Um mich der Frage zu nähern, warum man bereut oder nicht, möchte ich zuerst einmal die Frage nach der Reue an sich stellen. Welche Komponenten spielen eine Rolle? Zunächst einmal muss sich etwas in der Vergangenheit ereignet haben, was wir aus heutiger Sicht nicht gut finden. Darüber hinaus mussten wir signifikanten Einfluss auf das Ereignis gehabt haben, schließlich können wir nicht bereuen, dass eine Umweltkatastrophe einen Landstrich verwüstet hat. Folglich muss das Ergebnis mit unserer Handlung zu tun gehabt haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir etwas getan oder eben nicht getan haben. Auch Unterlassung ist eine Handlung mit Folgen.

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    Fußpils

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    Menschen, die mit einem Bier in der Hand durch die Straßen laufen – dies war für mich bis vor einem Jahr ein eher befremdliches Bild. Dann jedoch bin ich nach Berlin gezogen und es gehörte zum immer häufiger beobachteten Stadtbild.

    Eines Abends auf dem Heimweg mit meinen neuen Kollegen kehrten wir bei einem Kiosk ein, kauften uns je eine Flasche Becks Lemon und gingen weiter. Ich lernte, dass das in Berlin „Laufbier“ hieße und vollkommen normal sei. Das Pfand der zurückgelassenen Flaschen könnten sich dann auch gleich die Finder einstecken – Faulheit als gute Tat so zu sagen. Ein wie gesagt befremdliches aber durchaus interessantes Konzept. Nach einem langen Tag im Büro ist ein kühles Blondes auf dem Fußweg nach Haus auf jeden Fall eine willkommene Erfrischung.

    Eines Abends am Wochenende dann traf ich mich ca. 15 min entfernt mit Freunden und nahm auf dem Weg auch eine Flasche zu trinken mit. Eine neue aber gute Idee. Falls man mit der S-Bahn unterwegs ist, wird übrigens aus dem Laufbier ein „Wegbier“, da man ja nicht mehr läuft. Eigentlich logisch, oder nicht?

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    An den Zäunen rund um die Baustelle auf dem Pariser Platz sind zahlreiche Bilder und ein Zitat von Harald Martenstein zu sehen. Dieses sagt:

    “Es gibt zwei Arten von Berlinern. Die einen sind in diese Stadt hineingeboren worden und halten das alles hier für selbstverständlich. Die anderen, zu denen ich zufällig gehöre, haben sich diese Stadt ausgesucht. Diese Leute, zu denen ich gehöre, sind glücklich. Sie können nicht verstehen, warum die geborenen Berliner manchmal schlecht gelaunt sind oder aggressiv. Gibt es etwas Besseres, als in der besten Stadt der Welt zu wohnen?”

    Das Zitat “erschlägt” viele Beobachtungen, welche ich in den Monaten seit dem Beginn meines Wahlberlinerdaseins gemacht habe. Es gibt den Begriff der “Berliner Kodderschnauze”, einen sprachlich rauhen Umgangston, welchen man tagein tagaus überall antrifft. Soziokulturell soll dieser seine Wurzeln in dem Umstand finden, dass der Großraum Berlin seit Jahrhunderten ein Zuzugsgebiet ist. Eine umfassende Zusammenstellung dazu findet man auch auf Wikipedia.

    Zurück zum Thema vom Anfang; ich wünsche allen in Berlin geborenen: Geht hinaus in die Welt, zieht in eine andere Stadt, sei es nun in Deutschland oder auch nicht! Ihr werdet die Stadt mit anderen Augen betrachten. Auch wenn es ein großer Vergleich ist, so hat dieses doch etwas von den Astronauten, welches die Erde das erste mal aus dem All sahen und damit ein neues, wunderbares Bild voller Wertschätzung für unsere Heimat schufen.

    Ich für meinen Teil habe Berlin in mein Herz geschlossen und finde es einfach nur schade, dass ich nicht mehr die Gelegenheit habe, Harald Juhnke sein “Berlin, Berlin” singen hören zu können.

    Zu Harald Martenstein:
    Harald Martenstein ist Journalist und Autor. Er arbeitet unter anderem für den Tagesspiegel und unterhält eine Kolumne in der Zeit.

    Heißes Pflaster

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    Jeder kennt sie. Es gibt sie in unzähligen Varianten. Schon in der Antike wurden sie verlegt – die Pflastersteine.
    Beim klassischen deutschen Kopfsteinpflaster sind sie in etwa handgroß, fast schwarz sowie quadratisch in der Grundform und oben etwas abgerundet. Sind sie vollständig rundlich nennt man sie Katzenkopfsteinpflaster. Beide Arten gehören zu den Großsteinpflastern. In den Städten im Westen unserer Republik, in denen ich bisher gelebt habe (Minden, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf) sind dies die vorwiegenden Formen.

    Jetzt wohne ich in Berlin. Einer Stadt mit einer unglaublichen Vielfalt und auch mit einem Hang zu Demonstrationen. Sei es nun, dass es das Zentrum des politischen Lebens ist, die Protestszene auf eine lange Tradition zurückblicken kann, Autonome sich hier scheinbar gern treffen oder weil die Menschen ihren Anliegen einfach mal Luft machen wollen. Ich weiß es nicht.

    Das Wort Protest kommt aus dem Lateinischen von dem Verb „protestare“ und bedeutet „für etwas Zeugnis ablegen“. Die Betonung liegt auf „für“, nicht „gegen“. Aber wann findet schon einmal eine Kundgebung für etwas statt? Ich kann mich dieses Jahr nur an „Gegen“-demos erinnern. Gegen die Online-Durchsuchung, gegen Tierversuche, gegen Castor-Transporte. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wird nach meinem Eindruck auch nicht für die Arbeit demonstriert sondern eher gegen alles Mögliche. Amnesty International bildet eine rühmliche Ausnahme, denn sie legt für die Einhaltung der Menschenrechte Zeugnis ab.

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