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	<title>Björn Woltermann &#187; strategie</title>
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	<description>Meine Gedanken zu Arbeit und Leben in Berlin</description>
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		<title>Ruht in Frieden ihr xxxxxVZ dieser Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 11:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, schade, es hätte mal eine schöne Erfolgsgeschichte aus Europa für das Internet werden können. Dass wirkliche Neuerungen und Trends in der Internetwelt aus Europa oder gar Deutschland kommen, daran mag man ja schon fast gar nicht mehr zu glauben. Vielmehr haben wir uns darauf beschränkt funktionierende Modelle aus den USA zu kopieren und dann hier sprachlich anzupassen. Das war’s – mehr Kreativität und Mut sind nicht drin. In guten Fällen kann man das Geschäft dann noch rechtzeitig an den Großen aus den USA verkaufen, wenn dieser den Sprung über den großen Teich wagen möchte. So geschehen bei Alando und <a href="http://www.ebay.de">Ebay</a> vor (vielen) Jahren. </p>
<p>Gut, wir Deutsche haben MP3 erfunden, ein Business und damit wirtschaftlichen Erfolg haben wieder einmal unsere transatlantischen Freunde gemacht, in diesem Falle <a href="http://www.apple.com">Apple</a>! Richtig so, wir haben es auch nicht anders verdient. </p>
<p>Nun zu den xxxxxVZ dieser Welt: Die Gründer haben rechtzeitig erkannt, dass es dort ein schönes zu kopierendes Modell in den USA gibt und haben damit Soziale Netzwerke in Deutschland gesellschaftsfähig gemacht. Sogar den Absprung haben sie zur rechten Zeit geschafft, allerdings hat diesmal nicht das Original (<a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>) gekauft, sondern Holzbrinck, eine klassische deutsche Verlagsgruppe. Eigentlich eine gute Sache; das Startup hatte die Größe, Reichweite und Relevanz um einen relevanten Hebel für die bestehenden Offline-Inhalte das Tor ins Online-Zeitalter zu werden. </p>
<p>Aber nein, weit gefehlt. <a href="http://www.studivz.de">studiVZ</a> und co. haben meiner Meinung nach so ziemlich alles falsch gemacht, was man hätte verbocken können. Sie sind nicht offen für externe Applicationen, haben keine Verbindungen zu anderen ihrerseits offenen internationalen Netzwerken, lassen keine Datenportabilität zu und wirklich neue Features gibt es auch nicht. Man hat sich einen schönen „walled garden“ gebaut. Dieses Modell hat schon bei der DDR nicht funktioniert, denn wenn alle raus wollen, werden sie auch früher oder später einen Weg finden. Ich habe meinen Account übrigens letzte Woche gelöscht.</p>
<p>In meinem Artikel <a href="http://www.woltermann.de/archives/69-how-many-social-networks-do-you-need.html">&#8220;How many Social Networks do you need?&#8221;</a> habe ich schon den Usecase „Auslandsstudium und Schüleraustausch“ beschrieben. Open Social war ewig angekündigt, ist bis heute nicht wirklich umgesetzt, von 3rd party Log-ins ganz zu schweigen. Auf diese Weise gehen alle Möglichkeiten, die schier unerschöpfliche Kreativität „da draußen“ zu nutzen verloren. <a href="http://www.apple.de">Apple</a> machte es mit dem AppStore und <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a> mit Facebook Apps vor. Hierzulande hat man sich dann aber doch nicht getraut diesen Trend dann auch konsequent zu kopieren. </p>
<p>Facebook hat nun die kritische Masse durch Netzwerkeffekte zu wachsen selber erreicht und braucht keine Akquisitionen mehr. Was nun also anfangen mit den VZ dieser Welt? <a href="http://www.meinvz.de">MeinVZ</a> sieht sich mit <a href="http://www.werkenntwen.de">WerkenntWen.de</a> und <a href="http://www.studivz.de">StudiVZ</a> mit <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a> konfrontiert. Einzig <a href="http://www.schuelervz.de">SchuelerVZ</a> hat noch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Noch!</p>
<p>An dieser Stelle ist es nun essentiell, dass man bei dem Versuch sich gegen diese Player zu behaupten, nicht eine „one size fits all“ Lösung über alle VZ versucht, sollten die technischen Synergien noch so groß sein. Schüler, Studenten und Hausfrauen nutzen diese Plattformen nun einmal vollkommen unterschiedlich. Was der einen Gruppe hilft kann der anderen total im Weg stehen. </p>
<p>Sollte ich einen Optionsschein auf die VZ kaufen müssen, so würde ich einen schönen Put mit 1 Jahr Laufzeit wählen. Ich würde wetten, dass sie Stimmung dort nächsten Sommer eher winterlich sein wird. </p>
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		<title>Open Internet Economies &#8211; The next big thing? (part one)</title>
		<link>http://www.woltermann.de/archives/70-open-internet-economies-the-next-big-thing-part-one.html</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 21:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Amazon did it. Silently but consequently they have opened their doors. Anybody, any retailer and even producer can offer products on Amazon. Even the same that Amazon is selling. They understood that opening their model towards former competitors is the best thing to do. Taking classic chioce theory into account, consumers have lots of tools [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.com" title="Amazon.com">Amazon</a> did it. Silently but consequently they have opened their doors. Anybody, any retailer and even producer can offer products on <a href="http://www.amazon.com" title="Amazon.com">Amazon</a>. Even the same that <a href="http://www.amazon.com" title="Amazon.com">Amazon</a> is selling. They understood that opening their model towards former competitors is the best thing to do. Taking classic chioce theory into account, consumers have lots of tools at hand to search the web for the best price. Back in the days an Internetchop had the chance to offer the best price or see the user go to another website and buy there. The trend towards price search engines enabled the customers to get real transparency in this matter. </p>
<p>The <a href="http://www.amazon.de" title="Amazon Deutschland">Amazon</a> approach to the &#8220;sell or let the user go&#8221; problem is ingeneous and far reaching. They let everybody sell on their marketplace. &#8220;If I (Amazon) can&#8217;t make the best price, then at least partissipate in the deal of the successful seller!&#8221; Great! You got a tripple win solution. The User now has a single point of contact for shopping with secure payment and great search possibilities. The seller has the chance to benefit from Amazons great traffic and Amazon is building the most attractive market place out there with the best range of products making even the price comparisson services obsolete &#8211; and <a href="http://www.ebay.com" title="Ebay">Ebay</a>!</p>
<p>As an economist I believe that the internet economy is facing a new period, the “opening phase” that national economies faced in the 18th and 19th century. The theory of comparative advantages by <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Ricardo" title="David Ricardo on Wikipedia">David Ricardo</a> states, that two or more economies (here networks or service providers) can raise their over all benefit from openness and trade due to the fact, that they have difference in factor costs (here use cases, users and technology). </p>
<p>Following this theory, the open networks will be able to integrate with others in order to raise their users benefit. Let’s think of a connection of <a href="http://www.facebook.com" title="Facebook">Facebook</a> for the social graph, <a href="http://www.youtube.com" title="YouTube">YouTube</a> for Videos, <a href="http://www.Google.de" title="Google Deutschland">Google</a> for Search, a GMail integration and <a href="http://openid.net/" title="OpenID Foundation">openID</a> for authentication. Add an Amazon Shop that uses my activities for its suggestions, that would be great! All together would be better than each of them alone. </p>
<p>I bet, the Internet’s Economic future can be predicted by closely looking at real world’s economic history. </p>
<p>&#8230; to be continued</p>
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		<title>How many social networks do you need?</title>
		<link>http://www.woltermann.de/archives/69-how-many-social-networks-do-you-need.html</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 14:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[“Hey, communities are en vogue! Let’s build one!” 
I have heard this sentence over and over again in the last months. Sorry guys, it’s too late. There is no use in a third student network or a 12th yellow pages website. In the good old times, when we still used phonebooks, yes, these things with [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Hey, communities are en vogue! Let’s build one!” </p>
<p>I have heard this sentence over and over again in the last months. Sorry guys, it’s too late. There is no use in a third student network or a 12th yellow pages website. In the good old times, when we still used phonebooks, yes, these things with paper, have you ever thought about putting your number and address to a second or third one?  Even in most niche markets, there are already established special interest communities.</p>
<p>Today’s Internet in most cases is a “winner takes all” competition environment, especially in areas, where shire size matters or creating a standard. The struggle between HD-DVD and Blueray as the successor of the DVD is a perfect example for that! No one wants an email address that only works with Outlook or Notes. Sooner or later one will die!<br />
<a href="http://www.studivz.de" title="StudiVZ Homepage">StudiVZ</a>, the German <a href="http://www.facebook.com" title="Facebook Homepage">Facebook</a> clone, was a clever StartUp. It filled a gap, since facebook was not available in German language and had no German university catalogue. Those guys did a good job and timed their exit perfectly. </p>
<p>Today <a href="http://www.facebook.com" title="Facebook">Facebook</a> is international (also German) and open for applications, what StudiVZ is not. I believe that StudiVZ is facing a “killer use case”. One that origins from a special species of users: The evil “exchange students”. Those people travel across borders and study in foreign countries. For example a Korean student comes to Germany and wants to keep in touch with his new friends or the German guy, who goes to California and so on. Regional and isolated networks simply don’t work for them.<br />
I believe that sooner or later this effect will drain the active and international users off national networks. </p>
<p>As an effect of natural laziness, users look for a single point of contact for a use case. The “keep contact with friends” case is on Facebook, the one for business contacts is on <a href="http://www.linkedin.com" title="LinkedIn">LinkedIn</a>. Period! </p>
<p>There really is no need for a third, fourth or fifth community. Let’s see who will be winner who takes it all! Wanna bet? <img src='http://www.woltermann.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Amazon, Google and the Weather</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 14:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[A few days ago, while building and tuning a board presentation, I was searching for a metaphor. One that describes the options players have on a market, especially in fast changing ones. Mainstream market trends can be seen as weather &#8211; it is just there. You cannot change it!
If it is freezing cold outside you [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A few days ago, while building and tuning a board presentation, I was searching for a metaphor. One that describes the options players have on a market, especially in fast changing ones. Mainstream market trends can be seen as weather &#8211; it is just there. You cannot change it!</p>
<p>If it is freezing cold outside you just have the option to adapt and wear your warm parka or to freeze and maybe die. If a hurricane approaches you just can close the windows and nail them because otherwise there won&#8217;t be anything left of the windows. It just does not matter if you like wooden boards in front of your house.</p>
<p>So I found my metaphor: &#8220;Google and Amazon are like weather&#8221;! They are just out there, they affect anybody in the Internet business and that won&#8217;t change for a while. So either you find a strategy that is successful in a world with Google and Amazon or you will just fail! Period!</p>
<p>Company and product strategy in the long term has some commonalities with poker as well. You can&#8217;t change the cards you are dealt. You just can decide how you play them. Do you raise (invest), check (wait for the right moment or hint) or fold (exit). The latter is very often no matter of discussion because of many most personal reasons. In fact knowing when to fold and really doing that is possibly the most important competence of a poker player (manager).</p>
<p>Back to the weather. Many people do not like Google or even fear it. That is completely natural. I like sun much more than rain, too. But if i were a farmer I would chose an area with rain rather than without or if my soil is too dry, I would build an irrigation system. In that case I am dependent on the one supplying the water.</p>
<p>Most decisions are about the better or less harmful choice. It is not a wishing game. So either you find a good niche in the Amazon and Google world or exit. Face it and put away any animosities, unless you are a real rainmaker! <img src='http://www.woltermann.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bye, Björn </p>
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		<title>Crossmedia: Lokalzeitungen im Netz</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 18:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser interessante Vortrag von Urs Gossweiler von der Jungfrau Zeitung in der schönen Schweiz zeigt, wie sich eine lokale Tageszeitung neu erfunden hat, um sich für die Herausforderungen des Internetzeitalters zu wappnen. Das vermeintlich verstaubte Business hat sich damit seine Zukunft gesichert, statt sich, wie die meisten Blätter, gegen die Online-Bewegung zu wehren. 
Es gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser interessante Vortrag von Urs Gossweiler von der Jungfrau Zeitung in der schönen Schweiz zeigt, wie sich eine lokale Tageszeitung neu erfunden hat, um sich für die Herausforderungen des Internetzeitalters zu wappnen. Das vermeintlich verstaubte Business hat sich damit seine Zukunft gesichert, statt sich, wie die meisten Blätter, gegen die Online-Bewegung zu wehren. </p>
<p>Es gibt einfach Entwicklungen, die man nicht aufhalten kann. Statt dieses letztendlich vergebens zu versuchen, sollte man lieber den Wandel gestalten, statt sich gegen ihn zu stemmen. Nichts ist konstanter als der Wandel! Diese kleine Zeitung machte es vor, und das bereits vor 10 Jahren! Davon sollten sich viele Verlage eine Scheibe abschneiden!</p>
<p>Viel Spaß beim nicht nur interessanten sondern auch humorvollen Vortrag von<br />
Urs Gossweiler. </p>
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		<title>Keep what’s hot! Drop what’s not!</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 16:00:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen war es einmal wieder so weit &#8211; ein Projekt kam aufgrund höherer Gewalt in einen Ressourcen-Engpass. In diesen Fällen hilft nichts besser, als jeden einzelnen Bestandteil auf Herz und Nieren und vor allem auf seine Notwendigkeit hin zu überprüfen. Einfach mehr Ressourcen auf ein Projekt zu setzen, sollte nicht das Mittel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen war es einmal wieder so weit &#8211; ein Projekt kam aufgrund höherer Gewalt in einen Ressourcen-Engpass. In diesen Fällen hilft nichts besser, als jeden einzelnen Bestandteil auf Herz und Nieren und vor allem auf seine Notwendigkeit hin zu überprüfen. Einfach mehr Ressourcen auf ein Projekt zu setzen, sollte nicht das Mittel der ersten Wahl sein, selbst wenn diese zur Verfügung stehen.</p>
<p>Langzeitprojekte neigen allzu gern zu einer gewissen &#8220;Beleibtheit&#8221;. Sie werden immer umfangreicher. Da hat der Eine noch diese Idee, ein Anderer wollte schon immer sein Lieblingsfeature haben und ganz Andere denken, dass der Kunde diese Funktion auf jeden Fall braucht. </p>
<p>Ganz SCHLECHT! </p>
<p>Schlank ist sexy! Ich meine nicht dürr, ich meine wohl geformt und auf das essentiellste konzentriert. Man sollte sich ein Projekt immer als Rennwagen vorstellen. Alles, was ihm hilft, schneller, standfester und zuverlässiger zu werden, ist gut. Alles andere nicht! </p>
<p><span id="more-6"></span>Das beste Beispiel sind die ersten Silberpfeile von Mercedes. Da die Rennwagen das zulässige Höchstgewicht überschritten, wurde kurzum der Lack abgeschliffen und die silberfarbene Metallkarosserie kam zum Vorschein. </p>
<p>War die Farbe nötig? NEIN!<br />
Ist das Auto schneller geworden und hat es gewonnen? JA!</p>
<p>Aber warum sind die Autos dann heute allesamt lackiert? Haben die Ingenieure den Grundsatz der schlanken Autos vergessen? Im Gegenteil; heute gibt ein Mindestgewicht, und da die Autos theoretisch viel leichter wären, schadet die Farbe nicht, sondern bildet die Grundlage für Wiedererkennung, Marketing und Merchandising.  Ganz nebenbei &#8211; 22 silberne Autos könnte ja auch niemand bei 300 Sachen auseinanderhalten! </p>
<p>Zurück zu meinem Projekt. Durch das Streichen von weniger wichtigen Details und „only nice to have features“ wurde die Komplexität der verbleibenden Aufgaben und damit der verbleibende Umfang auf ca. die Hälfte reduziert. Die Meilensteine waren wieder realistisch erreichbar und alles wurde gut! Im Rahmen der Vorbereitung des Rationalisierungs-Workshops kam mir der folgende Slogan in den Sinn:</p>
<p><strong>Keep what’s hot! Drop what’s not! </strong></p>
<p>Er drückt wiederum schlank und sexy aus, wonach die Auswahl stattfand. Immer wenn der Nutzen von etwas nicht in max. 3 Sätzen klar wurde, fiel es dem Rotstift zum Opfer. Versuchen Sie es einmal! Die meisten gestrichenen Features wird niemand vermissen. </p>
<p>Diese Methode lässt sich auch wunderbar auf Alltagssituationen anwenden. Umzüge sind so ein Beispiel oder der eigene Kleiderschrank. Alles was man in den letzten 12 Monaten nicht trug, hat das Zeug zum Aussortieren. Lediglich der Smoking oder das Ballkleid (warum gab es eigentlich keine Gelegenheit?) fallen aus der Rolle &#8211; das Brautkleid schon! Darin sahen Sie zwar hinreißend aus, aber erstens gibt es keine Gelegenheit, in der Sie es noch einmal tragen könnten und falls Sie noch einmal heiraten sollten, dann bestimmt in einem anderen Kleid! Kleidungsstücke (nicht Schuhe, Taschen oder Schals), die in 10 Jahren noch einmal in Mode kommen könnten, passen dann doch eh nicht mehr. Hand aufs Herz! </p>
<p>Also auf geht’s! Wann immer Sie ein Produkt oder Gegenstand betrachten, denken Sie dran! </p>
<p><strong>Keep what’s hot! Drop what’s not!</strong></p>
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		<title>Von kleinen und wachsenden Fischen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Oct 2007 17:31:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sie sind nun schon eine ganze Weile her – die frühen Neunziger Jahre. Es begab sich zu der Zeit, dass sich ein paar junge, dynamische und kreative Köpfe aufmachten Firmen zu gründen. Firmen mit Produkten und Ideen, von denen noch nie ein Mensch zuvor gehört hatte. Das alles nannte man dann ebenso jung und frisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind nun schon eine ganze Weile her – die frühen Neunziger Jahre. Es begab sich zu der Zeit, dass sich ein paar junge, dynamische und kreative Köpfe aufmachten Firmen zu gründen. Firmen mit Produkten und Ideen, von denen noch nie ein Mensch zuvor gehört hatte. Das alles nannte man dann ebenso jung und frisch „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_Economy"  title="New Economy bei Wikipedia">New Economy</a>“, gab ihr einen eigenen Aktienmarkt (<a href="http://www.neuer-markt.de/"  title="Deutsche Börse AG - Neuer Markt">Neuer Markt</a>) und schon konnte das goldene Zeitalter der Internet-Start-ups beginnen. </p>
<p>Leider hatten viele dieser Firmen kein fundiertes Business Modell. Gleichzeitig waren Investoren von einer nie da gewesenen Euphorie beseelt und so bildete sich eine der bekanntesten Blasen der Geschichte. Besonders weil sich zu eben dieser Zeit viele private Kleinaktionäre am scheinbar unbegrenzt wachsenden Aktienmarkt versuchten, war der Aufschrei beim <a href="http://www.charttec.de/html/lexikon_boersencrash.php"  title="Börsencrashs im Überblick">Crash im Jahr 2000</a> besonders groß und vor allem breit. Unglaubliche Summen an Ersparnissen und Privatvermögen wurden über Nacht vernichtet. Im Zuge der geplatzten Balse wurde der Neue Markt samt Index sofort wieder beerdigt. Das Handelsblatt veröffentlichte sogar eine <a href="http://www.internetoekonomie.com/historama.php?HP=3&#038;cont=56"  title="Todesanzeige NEMAX">Todesanzeige</a> zu Ehren des NEMAX.<br />
Nur eine Hand voll Start-ups überlebte diese Marktbereinigung. Entweder hatten sie bereits ein funktionierendes Geschäftsmodell, überlegten sich schnell eines oder hatten genügend Kapital in der Hinterhand, um die Krise zu überleben. Um diese Überlebenden geht es hier. </p>
<p><span id="more-5"></span>Einige der damals kleinen Garagenfirmen sind heute etablierte Unternehmen mit mehreren Hundert oder Tausend Mitarbeitern. Sie haben mit ihren Ideen Märkte geschaffen. Falls sie stark genug waren sind auch heute noch vertreten. Andere wurden von größeren Konzernen einfach geschluckt, falls sie attraktiv genug waren. Die überlebenden Firmen, müssen sich heute gegen neue Marktteilnehmer erwehren. In Abhängigkeit der Beschaffenheit des jeweiligen Marktes und der damit verbundenen Markteintrittskosten und –risiken, kämpfen sie gegen Branchenprimi anderer Sparten oder aber innovative Garagenfirmen, wie sie es selbst einst waren. Problem der Start-ups der ersten Stunde ist heute, dass sie mit zunehmender Größe, vertraglichen Verpflichtungen und organisatorischer Trägheit, die Geschwindigkeit eingebüßt haben, welche sie dorthin gebracht hat, wo sie heute sind. </p>
<p>Die Frage ist also, werden die Kleinen die Großen irgendwann immer wieder überholen?</p>
<p>Meiner Meinung nach nein! Es stellt sich vielmehr die Frage nach einer rechtzeitigen Make or Buy Decision.<br />
Start-ups der ersten Stunde sind es gewohnt, alles selber zu bauen, da es das, was sie brauchten einfach nicht gab. Die Denke, interessante Ideen nach dem ersten Erprobungsstadium einfach zu kaufen, ist in diesen Unternehmen nicht so präsent wie in alt eingesessenen Konzernen. Dazu kommt, dass persönlichkeitsbedingt Ingenieure eher zum „Make“, Juristen eher zum „Buy“ tendieren. Da die ehemaligen Start-ups in der Mehrzahl von ersterer Gruppe gegründet und geführt werden, sollte dieses M&#038;A Know-how erlernt oder eben einfach eingekauft werden. </p>
<p>Dies zu tun schadet der Ingenieursehre nicht, es zu unterlassen der Unternehmerehre schon eher.<br />
Fertige Bestandteile einzukaufen, gibt Unternehmen den R&#038;D Spielraum ihre Kernkompetenzen auszubauen. Mercedes fertigt auch nicht jede Schraube selber. Im Gegenteil – die Größe fertig zugelieferter Baugruppen steigt immer weiter.<br />
So neu auch die New Economy sein mag, es ist immer noch Economy.</p>
<p>Kein Business Model zu haben hat die erste Welle an Firmen dahin gerafft, den Fokus zu verlieren, sich zu verzetteln und Effizienzgewinne nicht zu nutzen, könnte zu einem weiteren Massensterben führen.</p>
<p>Ganz im Ernst – es ist doch auch ein schönes Gefühl, zu einem größeren Fisch herangewachsen zu sein, der selber zubeißen kann, ja bis eines Tages …</p>
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