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	<title>Björn Woltermann &#187; veranstaltungen</title>
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	<description>Meine Gedanken zu Arbeit und Leben in Berlin</description>
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		<title>Varekai im Cirque du Soleil</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 13:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war es so weit, mein erstes Mal. Es gibt viele erste Male, aber selten eines von solch geballter Schönheit und Emotionalität, dass es mir eine Gänsehaut verlieh und die Schauer nur so über den Rücken laufen ließ. Ich war mein erstes Mal im Cirque du Soleil.
All das verdanke ich einer Freundin, die mich fragte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war es so weit, mein erstes Mal. Es gibt viele erste Male, aber selten eines von solch geballter Schönheit und Emotionalität, dass es mir eine Gänsehaut verlieh und die Schauer nur so über den Rücken laufen ließ. Ich war mein erstes Mal im <a href="http://www.cirquedusoleil.com">Cirque du Soleil</a>.</p>
<p>All das verdanke ich einer Freundin, die mich fragte, ob ich nicht Lust hätte mit ihr die Vorstellung zu besuchen. Da ihre Vorschläge bisher immer toll waren, willigte ich ein, ohne zu wissen, worum es sich genau handelte. Ein Circus, nun ja, aber Kathi hat Geschmack, daher machte ich mir keine Sorgen. Es sei recht teuer, warnte sie mich, aber wenn es ihr das wert sein sollte, dann auch mir. Sie buchte die Karten und so fuhren wir am letzten Donnerstag an den Ostbahnhof, um in den Cirque du Soleil zu gehen und <a href="http://www.cirquedusoleil.com/world/de/de/shows/varekai.asp">Varekai</a> zu sehen.</p>
<p>Von außen war es lediglich ein großes Circuszelt, in dessen Vorzelt die Hotdogs schon ausverkauft und das Popcorn zu teuer und pappig war. Aber egal, wir waren ja nicht zum Essen da. Als wir dann freundlich in das Grand Chapiteau gebeten wurden, bekam ich beim Anblick des Bühnenbildes einen ersten Eindruck dessen, was uns erwarten würde.</p>
<p>Doch weit gefehlt! Nachdem ein liebevoll kauziger Typ, sozusagen der Narr, Erzähler und zugleich Bindeglied der Geschichte uns begrüßte, fiel in der ersten Nummer ein Engel vom Himmel. Ohne Sicherung bewegte er sich wie schwerelos in einem weißen Netz. Während der nächsten 5-10 Minuten (ich kann nicht sagen, wie lang es tatsächlich war) bot sich uns ein Überfluss an wundervollen Eindrücken, wie ich ihn zuvor noch nie gesehen hatte. Traumhaft phantasievolle Details, eine grandiose Inszenierung, mehr als perfekte Körperbeherrschung begleitet von wunderbaren Klängen und Livegesang. Was soll ich sagen – mir kam lediglich die Frage, warum ich nicht schon eher in den Cirque du Soleil gegangen war und was ich eigentlich bisher verpasst habe. Man könnte meinen, ich hatte einen audiovisuellen Orgasmus – ganz im Ernst!<br />
<span id="more-41"></span>Die nächsten Nummern waren alle phantastisch, obwohl ich nach dem Opening echt versaut war. Einzelne Auftritte möchte ich nun gar nicht aufzählen, aber die Geschichte war abwechslungsreich, die Darsteller allesamt grandios und das Finale einfach bombastisch.</p>
<p>Auf dem Heimweg habe ich meinen Freund Olaf angerufen und ihm von meinem Erlebnis erzählt und er fragte mich, warum ich denn so viele Superlative benutzen würde. Ich konnte nur sagen, dass man es gesehen haben muss. Andere Circusveranstaltungen sind damit für mich nun leider gestorben, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie diese grandiose Gruppe an einzigartigen Talenten erreicht werden könnte.</p>
<p>Ich überlegte auch kurz, mir die passende DVD zu kaufen, aber ersten ist sie mit vielen Umschnitten aufgenommen, was das Zuschauererlebnis nicht widerspiegelt und zweitens würde eine DVD eh nicht an das Gefühl beim ersten Mal heranreichen und nur verwässern. So lebe ich lieber mit meiner Erinnerung, warte auf das nächste Programm und freue mich bis dahin auf meinen nächsten Besuch im Grand Chapiteau.</p>
<p>PS: Für alle, die sich einen kleinen Eindruck verschaffen möchten, gibt es <a title="Kurzvideo: Varekai" href="http://www.cirquedusoleil.com/CirqueDuSoleil/en/Videos/SimpleVideo.htm?guid=010EF9B056B74A09AF31DF6E7E712F32">hier</a> ein kurzes Video von der Show.</p>
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		<title>Die Berlinale 2008: (K)ein Genuss</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 12:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich habe Tickets für einen vielversprechenden Berline-Film besorgt&#8221;, klang es durchs Telefon. &#8220;Super!&#8221;, dachte ich mir. Wenn ich schon in Berlin wohne, sollte man das auch mal erlebt haben. 
Wir fuhren also zum Kino in Prenzlauer Berg, welches den Film zeigen wollte. Ein altes Haus aus der DDR Zeit, an welches ein neues Multiplex Kino [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich habe Tickets für einen vielversprechenden Berline-Film besorgt&#8221;, klang es durchs Telefon. &#8220;Super!&#8221;, dachte ich mir. Wenn ich schon in Berlin wohne, sollte man das auch mal erlebt haben. </p>
<p>Wir fuhren also zum Kino in Prenzlauer Berg, welches den Film zeigen wollte. Ein altes Haus aus der DDR Zeit, an welches ein neues Multiplex Kino angebaut wurde. Also ein alter Saal plus X neue. Wir nahmen den alten Eingang, welcher auch die Berlinale Insigniern trug. Die alte Kasse war offen aber irgendwie verwaist. 4-5 Junge Menschen (auf Studenten kunstverwandter Fächer würde ich tippen) tummelten sich um den Zugang zum Saal und einige Gäste unterheilten sich in der Vorhalle.<br />
Links um die Ecke erspähten wir den Catering Stand. Getränke und Knabberkram gehören ja zu jedem guten Kinobesuch dazu. Doch auch hier leider kein Bedienpersonal zu sehen. &#8220;Egal&#8221;, dachten wir uns, &#8220;wir haben ja noch 15 min Zeit.&#8221; Daher gingen wir in den neuen Bereich und deckten uns dort mit Cola, Popcorn und M&#038;Ms ein. Danach gings in freudiger Erwartung zurück zum Berlinale Saal. </p>
<p>Dort angekommen zeigten wir unsere Karten und &#8230; statt eines &#8220;Viel Spaß!&#8221; bekamen wir ein &#8220;Popkorn ist hier verboten!&#8221; in recht harschem Ton zu hören. Zunächst hielt ich es für einen Scherz. Popcorn im Kino verboten? Schließlich wird es hier ja verkauft.<br />
Ich fragte aber mal nach dem &#8220;Warum?&#8221;. Die Antwort: &#8220;Weil&#8217;s laut ist und stinkt!&#8221;, fauchte eine weibliche Kartenabreißerin. &#8220;Wir sind ein Filmfest und kein banales Popcorn-Kino!&#8221; Abgesehen davon, dass ohne dieses banale Popcorn-Kino die ganze Industrie nicht überleben würde, wurde mir der Spaß nun doch merklich verdorben.<br />
Ich versuchte konstruktiv zu bleiben und fragte nach einem Hinweisschild. &#8220;Das weiß man doch!&#8221;, war die Antwort und: &#8220;Außerdem steht das doch in den AGBs des Programmheftes!&#8221; Das Maß an Überheblichkeit nahm nun vollkommen ungeahnte Dimensionen an! Ich mußte mich schon sehr beherrschen, nicht auf das selbe unveschämte Niveau abzugleiten. Am liebsten wäre mir die Tüte aus der Hand gefallen. Hoppla, da hätte dann jemand den Besen holen müssen. Es hätte mir bestimmt Leid getan.<br />
Erstattung des Kaufpreises &#8211; Fehlanzeige. Der Vorschlag war, es bis nach dem Film aufzubewahren &#8211; tolle Idee &#8211; kaltes Popcorn nach dem Film! Genial! Warum bin ich nicht selbst drauf gekommen?<br />
<span id="more-39"></span>Bei dem Versuch, an der Hauptkasse (dort gab es auch kein Hinweisschild) das Geld zurück zu erhalten, worauf man sich dort auch nach kurzer Diskussion einließ, merkte ich, dass mir die Zeit weglief. &#8220;Kein Nacheinlass!&#8221;, dachte ich und stellte mich mit meiner Riesentüte in die Menge und fragte, wer sie geschenkt haben wollte. Schon war ich sie los und wenigstens ein anderes Pärchen konnte sich daran laben. </p>
<p>Der Film war auch schlecht, aber dafür bestimmt in irgendeiner Form wertvoll. Vielleicht war ich aber auch einfach nicht mehr in der Stimmung mich für ein &#8220;Filmfest&#8221; zu öffnen. &#8220;Tropa de Elite&#8221;, der Gewinner des goldenen Bären, hätte mir aber bestimmt auch ohne Popcorn gefallen. Nur weil ein Film dabei ist, heißt ja nicht, dass er auch gut sein muss. </p>
<p>Das Selbstverständnis der Beteiligten an der Berlinale, die ich kennenlernen mußte, grenzt sich deutlich von der Filmindustrie ab. Der Identitätssuche mag es helfen, ob es dem Zuschauer Freude bereitet und er sich als ehrenwerter Gast willkommen fühlt, bezweifele ich. Falls dies so gewollt ist, hat die Organisation den Spirit perfekt bis zu jedem Kartenabreißer getragen, falls nicht, gibt es noch viel zu tun.</p>
<p>PS: Neben uns hatten noch 2 weitere Pärchen das selbe Problem. Scheinbar weißt man es doch nicht!</p>
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		<title>Cassandra und die Academy&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 12:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 19. Januar bin ich in der Deutschen Oper gewesen. Wir haben uns Cassandra / Elektra angesehen. Wow, was für eine grandiose Inszenierung und herausragende künstlerische Leistung. Vielleicht schreibe ich dazu noch etwas. Auf jeden Fall ein fulminanter Start ins Kultur-Jahr 2008!
Ein paar Tage später dann hatte ich das Glück, ins Konzerthaus entführt zu werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Januar bin ich in der Deutschen Oper gewesen. Wir haben uns Cassandra / Elektra angesehen. Wow, was für eine grandiose Inszenierung und herausragende künstlerische Leistung. Vielleicht schreibe ich dazu noch etwas. Auf jeden Fall ein fulminanter Start ins Kultur-Jahr 2008!</p>
<p>Ein paar Tage später dann hatte ich das Glück, ins Konzerthaus entführt zu werden. Die <a href="http://www.asmf.org/index.htm" title="Homepage der Academy of St.Martin in the Fields">Academy of St. Martin in the Fields</a> unter der Leitung von <a href="http://www.julianrachlin.com/intro.html">Julian Rachlin</a> spielte Werke von Villa-Lobos, Mozart und Piazzola. Auch wenn die Meinungen über die Academy auseinandergehen und sie manchen Klassik Fans zu modern ist, war es für mich mit das Beste, was ich je hören durfte! Wunderbar lebendig und frisch, doch zugleich ausgewogen und &#8220;hörbar&#8221;. Ich war hin und weg und bin es irgendwie immernoch. </p>
<p>Leider gibt es dieses Arrangement nicht auf CD oder DVD. Sollte es jemand finden, so würd ich mich sehr über einen Hinweis finden. Vielleicht ist es aber auch gut so, denn Aufzeichnungen sind nicht dasselbe! <img src='http://www.woltermann.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Auf Wiedersehen 2007, Willkommen 2008!</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2007 11:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist mal wieder Silvester. Eine Woche nach Weihnachten ist das bisher eigentlich immer so gewesen. Das laufende Jahr geht zu Ende. Ein schönes Jahr, wie ich finde. Ich bin nach Berlin gezogen und habe das Leben und die Kultur in der Stadt wirklich genossen. Dabei waren Roger Cicero im Admiralspalast, die Zauberflöte in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist mal wieder Silvester. Eine Woche nach Weihnachten ist das bisher eigentlich immer so gewesen. Das laufende Jahr geht zu Ende. Ein schönes Jahr, wie ich finde. Ich bin nach Berlin gezogen und habe das Leben und die Kultur in der Stadt wirklich genossen. Dabei waren Roger Cicero im Admiralspalast, die Zauberflöte in der Waldbühne, „Das Leben ist Ernst“ und „<a href="http://www.woltermann.de/archives/3-Die-Perser.html" title="Artikel über "Die Perser"">Die Perser“ im Deutschen Theater</a>, Justin Timberlake (Danke Yvonne noch einmal für die Karten), die <a href="http://www.woltermann.de/archives/4-Potsdamer-Schloessernacht-2007.html" title="Artikel zur Potsdamer Schlössernacht">Potsdamer Schlössernacht</a>, der Gerome Robbins Ballettabend in der Staatsoper und so weiter.<br />
Dazu kamen noch meinen absoluten Highlights – <a href="http://www.woltermann.de/archives/16-Die-Leiden-des-jungen-Werthers-Teil-1.html" title="Artikel zu "Die Leiden des jungen Werther"">„Die Leiden des jungen Werther“</a> und „Heaven“, beides im Maxim Gorki Theater. Der Biberpelz auf selbiger Bühne war nicht so mein Ding. Weiterhin noch Kuttner in der Volksbühne, die Surfpoeten und viele kleine und alternative Veranstaltungen.<br />
<span id="more-35"></span>Kulturell war es ein wundervoll vielseitiges und reichhaltiges Jahr. Ich habe die Gelegenheit genutzt in Berlin zu sein und kann nur jedem Raten, das Angebot, welches einen anspricht, zu nutzen, so lange es noch da ist, damit eben nicht die von mir an anderer Stelle beschriebene Reue auftritt. </p>
<p>Zu den oben genannten Aufführungen kamen noch zahllose Ausstellungs- und Museumsbesuche. Mein Dank an dieser Stelle noch einmal für das tolle Geburtstagsgeschenk der Jahreskarte der Berliner Museen. Welch eine gelungene Idee! Die wohl tollste Sammlung war für mich die Sonderausstellung der <a href="http://www.woltermann.de/archives/11-Die-schoensten-Franzosen-kamen-....html" title="Artikel zu "Die schönsten Franzosen kommen aus New York"">„Schönsten Franzosen aus New York“</a> in der Neuen Nationalgalerie. </p>
<p>So geht für mich rein kulturell das wohl beste Jahr für mich zu Ende. Danke Berlin für deine Vielfalt und danke an alle, die diese schönen Dinge mit mir gemeinsam erlebt, genossen und danach diskutiert und verarbeitet haben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. </p>
<p>Auf Wiedersehen 2007! Ich bin gespannt, was 2008 zu bieten haben wird! La Traviata und Jürgen von der Lippe stehen schon fest, Turandot würde ich dieses Jahr endlich gern mal sehen! </p>
<p>In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr! </p>
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		<title>Potsdamer Schlössernacht 2007</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Aug 2007 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 18.August 2007 fand auch dieses Jahr wieder die Potsdamer Schlössernacht statt. Es war mein erstes Mal und ich hatte das Glück, dass Freunde die eigentlich sofort vergriffenen Karten so zu sagen prophetisch auf Halde gekauft hatten. So war auch mir vergönnt an dieser wunderbaren Veranstaltung teilnehmen zu können. 
Wir hatten Glück, denn Petrus war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18.August 2007 fand auch dieses Jahr wieder die <a href="http://www.schloessernacht-2007.de/"  title="Website zur Potsdamer Schössernacht">Potsdamer Schlössernacht</a> statt. Es war mein erstes Mal und ich hatte das Glück, dass Freunde die eigentlich sofort vergriffenen Karten so zu sagen prophetisch auf Halde gekauft hatten. So war auch mir vergönnt an dieser wunderbaren Veranstaltung teilnehmen zu können. </p>
<p>Wir hatten Glück, denn Petrus war uns wohl gesonnen und verschonte uns mit Regen. Dass es rechtzeitig dunkel wurde, um die Illuminationen in voller Pracht erstrahlen zu lassen, so munkelte man, lag nicht am Wetter, sondern an der Drehung dieser angeblich kugelrunden Erde.</p>
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 150px">
<div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:33 --><img width="150" height="66"  src="/uploads/Media/Schloessernacht-2007-1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></div>
<div class="serendipity_imageComment_txt">Das &#8220;Neue Parlais&#8221;</div>
</div>
<p>Wer den Schlosspark Sancoussi nicht kennt, dem kann ich, neben dem Hinweis, ihn unbedingt einmal zu besuchen, nur sagen, dass es eine der beeindruckendsten barocken Gartenanlagen ist, die es gibt. Diese war zur Schlössernacht über und über mit Licht- und Klanginstallationen gespickt. Hier ein Bläserquartett, dort ein „sprechender Baum“, welcher von seiner Namengeschichte zu berichten wusste und an anderer Stelle las eine Dame aus Werken der Zeit der Erbauer des Parks. Mein persönliches Highlight waren von zwei Tenören vorgetragene Arien von Puccini und anderen Meistern. Dabei kam das Auge nicht zu kurz, denn während der eine Protagonist unter einer Laterne am Rand eines kleinen Sees stand, saß der zweite in einem kleinen Boot welches auf selbigem See umher kreuzte. Wunderbar!<br />
Einen krönenden Abschluss fand die Veranstaltung letztlich in einem klassischen Barock-Feuerwerk mit musikalischer Untermalung. </p>
<p><span id="more-4"></span>Einzige Wehmutstropfen waren die Tatsachen, dass man oft zu spät oder mitten in einer Darbietung erschien, da man schlicht und ergreifend auf „gut Glück“ den Park erkundete. Vielleicht haben wir ihn einfach nicht gefunden, aber einen Veranstaltungsplan hätten wir gern gehabt. Nach Ende des Feuerwerks brach dann der „Große Almabtrieb“ los. 20.000 Besucher versuchten in den zwar 5 minütlich fahrenden Park and Ride Bussen Platz zu finden, aber da es kein „crowd control concept“ gab, litt die Übersichtlichkeit ein wenig. Zu jeder grünen Ampel, sprich bei jedem neuen Fahrgastansturm auf die Bushaltestelle, stimmten die bereits dort Wartenden zu einem wehemenden Hinweis auf das Ende der Schlange an. Nach dem 3. Mal funktionierte sogar der Einsatz perfekt. </p>
<p>Interessanterweise war die Polizei so gut wie nicht präsent, abgesehen von den zwei Beamten, die die jeweils 500-1000 Besucher am Überqueren der Straße hindern wollten. Nice try guys! <img src='http://www.woltermann.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Entweder wird das Krisenpotential der Besucher einer Schlössernacht als so gering eingeschätzt, dass man keine Kräfte vor Ort braucht, oder aber man hat die Menschenmassen einfach unterschätzt.  Was, wenn es bei einer derart großen Menschenmenge zu einem Unfall oder Panik kommt? Toi toi toi, es ist ja nichts passiert. </p>
<p>Ein Hinweis noch an dieser Stelle. Klimaschutz hin oder her; der Park and Ride Platz lag so abseits, dass sich kaum ein Lichtstrahl der Stadt dorthin verirrte. Die üppig vorhandene Straßenbeleuchtung anlässlich einer so großen Veranstaltung pünktlich um 23 Uhr abzuschalten, damit sich 5000 Besucher in totaler Finsternis ihren Weg über S-Bahngleise (die Übergänge waren nicht in Sicht) und durch Schlaglöcher auf dem Parkplatz zum einen Fahrzeug suchen müssen, war ein zweifelhaftes Experiment. Glücklicherweise hatten wir nichts getrunken! Da wurde das Hilfslicht des Fotohandys kurzum zur Taschenlampe umfunktioniert! Not macht erfinderisch.</p>
<p>Alles in Allem war es ein großartiger Abend, welcher mit wunderschönen und kuriosen Eindrücken zum Fundus der gemeinsamen Erinnerungen unserer Gruppe grandios beigetrug! Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und werde bestimmt wieder dabei sein.<br />
Diesmal allerdings vielleicht mir der Bahn!</p>
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