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	<title>Björn Woltermann &#187; Kunst und Kultur</title>
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	<description>Meine Gedanken zu Arbeit und Leben in Berlin</description>
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		<title>Deutschland einig Vaterland</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 12:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern hat Deutschland den 18. Jahrestag seiner Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990 gefeiert. Diesmal fand der offizielle Festakt in Hamburg statt, welcher nach einem damals festgelegten Schlüssel (nach Vorsitz im Bundesrat) von Land zu Land wandert. 
Es war ein schöner Tag, ein dem Anlass gebürender. So wollte ich zum Deutschen Historischen Museum gehen und schauen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat Deutschland den 18. Jahrestag seiner Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990 gefeiert. Diesmal fand der offizielle Festakt in Hamburg statt, welcher nach einem damals festgelegten Schlüssel (nach Vorsitz im Bundesrat) von Land zu Land wandert. </p>
<p>Es war ein schöner Tag, ein dem Anlass gebürender. So wollte ich zum Deutschen Historischen Museum gehen und schauen, ob es dort nicht noch das eine oder andere neue zum Thema zu entdecken gäbe. Uns siehe da &#8211; die Ausstellung <a href="http://www.dhm.de/ausstellungen/verfassung/index.html" title="Verfassung und Verfassungswirklichkeit in Deutschland 1849 - 1919 - 1949 - 1989">&#8220;Im Namen der Freiheit&#8221;</a> kannte ich noch nicht. Zur Feier des Tages war der Eintritt sogar frei und ich brauchte meine Jahreskarte gar nicht. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mercutio77/2910052161/" title="Deutsches Historisches Museum von bjoern.woltermann bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3198/2910052161_1a7bb327bc.jpg" width="500" height="375" alt="Deutsches Historisches Museum" /></a><br />
Zuerst dachte ich, dass das dann bestimmt voll sein werde, aber dies war im Nachhinein betrachtet leider nicht der Fall. Ich hätte mir schon gewünscht, dass sich mehr Mitbürger diese interessante Ausstellung zur Geschichte unserer Verfassung angesehen hätten. Vielleicht war es auch nicht bekannt. Dennoch war das Publikum erfreulich gemischt.</p>
<p>Die Exponate sind nach den jeweiligen verfassungsgebenden Anläufen des deutschen Volkes gruppiert. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber diese Flagge der Aufständischen von 1848 fand ich besonders beeindruckend. Sie zeigt schon die Farben Schwarz Rot Gold und ihre Aufschrift &#8220;freiheit oder Tod&#8221; spiegelt die Entschlossenheit wieder, mit der die Freiheitskämpfer damals gekämpft haben. Demnach ist das Leben ohne Freiheit nichts wert!</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mercutio77/2910051595/" title="Freiheit oder Tod von bjoern.woltermann bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3244/2910051595_a963f5a6f9.jpg" width="500" height="375" alt="Freiheit oder Tod" /></a><br />
Die Ausstellung lohnt sich für jeden, der sich für unseren Staat und die Geschichte unserer Freiheiten interessiert. Freiheiten, die wir heute nur allzu selbstverständlich hinnehmen. Freiheiten, die auch in Zukunft nicht selbstverständlich sein werden, denn der gefühlte Bedrohungsdruck durch Terror oder andere Erscheinungen führen immer wieder zu Versuchen, die bestehenden Rechte und Freiheiten der Bürger einzuschränken. Auch diesen Aspekt der zukünftigen Verfassungsentwicklung behandelt die Ausstellung auf sehenswerte Art und Weise. </p>
<p><span id="more-62"></span>Einen vollständigen Kontrast dazu mußte ich dann am Abend erleben, als eine Demonstation linksradikaler Gruppen durch meine zuvor aufwändig von Autos und anderen Wertgegenständen geräumte Straße zogen. Also habe ich mich einmal erkundigt, was eigentlich Grund der Kundgebung war. Das Motto lautete &#8220;Deutschland in den Rückenfallen&#8221;. Zuerst mußte ich mir die Augen reiben, aber das stand dort wirklich. Heute Morgen habe ich noch einen Handzettel der Aktivisten gefunden. Darauf steht &#8220;Kämpft mit uns gegen Staat, Nation &#038; Kapital&#8221;. Ist es nicht erstaunlich, dass diese Menschen gegen die Gesellschaftsform kämpfen wollen, die es ihnen erlaubt unbeschadet zu demonstrieren und nicht dabei verprügelt oder erschossen zu werden. Die ihnen Sozialhilfe zahlt und ihre Ausbildung finanziert hat oder hätte, wenn sie sie doch in Anspruch genommen hätten. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mercutio77/2910053845/" title="Demo am 3. Oktober 2008 von bjoern.woltermann bei Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3142/2910053845_4dbd973cd2.jpg" width="500" height="375" alt="Demo am 3. Oktober 2008" /></a><br />
Am erstaunlichsten fand ich es jedoch, dass gegen die Wiedervereinigung Deutschlands demonstriert wurde. Im Grunde genommen haben sie damit für die Stasi und die SED mit ihrem totalitären Überwachungsregime protestiert. An dieser Stelle möchte ich gar nicht weiterschreiben, so absurd ist die ganze Geschichte.</p>
<p>Zu Schluss finde ich es aber gut, dass sie die Chance hatten, ihre Meinung zu äußern. Zwar habe ich mir gedacht, dass der Aufwand an Polizeikräften, der nötig war um Gebäude, Objekte und Bürger am Wag zu schützen, von meinen Steuern bezahlt werden muss, jedoch haben sie mit der Demponstration sicher keine neue Sympatisantenflut ausgelöst. Sollte es eines Tages aber wieder Themen oder Anliegen, für die es sich lohnt auf die Straße zu gehen, so ist das dann auch ein gute Sache. Unser Staat garantiert neben anderen großartigen Grundrechten eben auch die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. </p>
<p>Hey, vielleicht gründe ich auch eines Tages eine Partei, in der wir, wie einige populistische Pseudo-Ökonomen dieser Tage, weniger Arbeit, mehr Brot sowie Milch und Honig versprechen. Ich werde aber etwas vollkommen Neues einführen. Bei wird es auch noch besseres Wetter geben mit gaaaaanz viel Sonne im Sommer und Schnee pünktlich zu Weihnachten! Das wird der Renner! <img src='http://www.woltermann.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Varekai im Cirque du Soleil</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 13:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern war es so weit, mein erstes Mal. Es gibt viele erste Male, aber selten eines von solch geballter Schönheit und Emotionalität, dass es mir eine Gänsehaut verlieh und die Schauer nur so über den Rücken laufen ließ. Ich war mein erstes Mal im Cirque du Soleil.
All das verdanke ich einer Freundin, die mich fragte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war es so weit, mein erstes Mal. Es gibt viele erste Male, aber selten eines von solch geballter Schönheit und Emotionalität, dass es mir eine Gänsehaut verlieh und die Schauer nur so über den Rücken laufen ließ. Ich war mein erstes Mal im <a href="http://www.cirquedusoleil.com">Cirque du Soleil</a>.</p>
<p>All das verdanke ich einer Freundin, die mich fragte, ob ich nicht Lust hätte mit ihr die Vorstellung zu besuchen. Da ihre Vorschläge bisher immer toll waren, willigte ich ein, ohne zu wissen, worum es sich genau handelte. Ein Circus, nun ja, aber Kathi hat Geschmack, daher machte ich mir keine Sorgen. Es sei recht teuer, warnte sie mich, aber wenn es ihr das wert sein sollte, dann auch mir. Sie buchte die Karten und so fuhren wir am letzten Donnerstag an den Ostbahnhof, um in den Cirque du Soleil zu gehen und <a href="http://www.cirquedusoleil.com/world/de/de/shows/varekai.asp">Varekai</a> zu sehen.</p>
<p>Von außen war es lediglich ein großes Circuszelt, in dessen Vorzelt die Hotdogs schon ausverkauft und das Popcorn zu teuer und pappig war. Aber egal, wir waren ja nicht zum Essen da. Als wir dann freundlich in das Grand Chapiteau gebeten wurden, bekam ich beim Anblick des Bühnenbildes einen ersten Eindruck dessen, was uns erwarten würde.</p>
<p>Doch weit gefehlt! Nachdem ein liebevoll kauziger Typ, sozusagen der Narr, Erzähler und zugleich Bindeglied der Geschichte uns begrüßte, fiel in der ersten Nummer ein Engel vom Himmel. Ohne Sicherung bewegte er sich wie schwerelos in einem weißen Netz. Während der nächsten 5-10 Minuten (ich kann nicht sagen, wie lang es tatsächlich war) bot sich uns ein Überfluss an wundervollen Eindrücken, wie ich ihn zuvor noch nie gesehen hatte. Traumhaft phantasievolle Details, eine grandiose Inszenierung, mehr als perfekte Körperbeherrschung begleitet von wunderbaren Klängen und Livegesang. Was soll ich sagen – mir kam lediglich die Frage, warum ich nicht schon eher in den Cirque du Soleil gegangen war und was ich eigentlich bisher verpasst habe. Man könnte meinen, ich hatte einen audiovisuellen Orgasmus – ganz im Ernst!<br />
<span id="more-41"></span>Die nächsten Nummern waren alle phantastisch, obwohl ich nach dem Opening echt versaut war. Einzelne Auftritte möchte ich nun gar nicht aufzählen, aber die Geschichte war abwechslungsreich, die Darsteller allesamt grandios und das Finale einfach bombastisch.</p>
<p>Auf dem Heimweg habe ich meinen Freund Olaf angerufen und ihm von meinem Erlebnis erzählt und er fragte mich, warum ich denn so viele Superlative benutzen würde. Ich konnte nur sagen, dass man es gesehen haben muss. Andere Circusveranstaltungen sind damit für mich nun leider gestorben, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie diese grandiose Gruppe an einzigartigen Talenten erreicht werden könnte.</p>
<p>Ich überlegte auch kurz, mir die passende DVD zu kaufen, aber ersten ist sie mit vielen Umschnitten aufgenommen, was das Zuschauererlebnis nicht widerspiegelt und zweitens würde eine DVD eh nicht an das Gefühl beim ersten Mal heranreichen und nur verwässern. So lebe ich lieber mit meiner Erinnerung, warte auf das nächste Programm und freue mich bis dahin auf meinen nächsten Besuch im Grand Chapiteau.</p>
<p>PS: Für alle, die sich einen kleinen Eindruck verschaffen möchten, gibt es <a title="Kurzvideo: Varekai" href="http://www.cirquedusoleil.com/CirqueDuSoleil/en/Videos/SimpleVideo.htm?guid=010EF9B056B74A09AF31DF6E7E712F32">hier</a> ein kurzes Video von der Show.</p>
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		<title>Die Berlinale 2008: (K)ein Genuss</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 12:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich habe Tickets für einen vielversprechenden Berline-Film besorgt&#8221;, klang es durchs Telefon. &#8220;Super!&#8221;, dachte ich mir. Wenn ich schon in Berlin wohne, sollte man das auch mal erlebt haben. 
Wir fuhren also zum Kino in Prenzlauer Berg, welches den Film zeigen wollte. Ein altes Haus aus der DDR Zeit, an welches ein neues Multiplex Kino [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich habe Tickets für einen vielversprechenden Berline-Film besorgt&#8221;, klang es durchs Telefon. &#8220;Super!&#8221;, dachte ich mir. Wenn ich schon in Berlin wohne, sollte man das auch mal erlebt haben. </p>
<p>Wir fuhren also zum Kino in Prenzlauer Berg, welches den Film zeigen wollte. Ein altes Haus aus der DDR Zeit, an welches ein neues Multiplex Kino angebaut wurde. Also ein alter Saal plus X neue. Wir nahmen den alten Eingang, welcher auch die Berlinale Insigniern trug. Die alte Kasse war offen aber irgendwie verwaist. 4-5 Junge Menschen (auf Studenten kunstverwandter Fächer würde ich tippen) tummelten sich um den Zugang zum Saal und einige Gäste unterheilten sich in der Vorhalle.<br />
Links um die Ecke erspähten wir den Catering Stand. Getränke und Knabberkram gehören ja zu jedem guten Kinobesuch dazu. Doch auch hier leider kein Bedienpersonal zu sehen. &#8220;Egal&#8221;, dachten wir uns, &#8220;wir haben ja noch 15 min Zeit.&#8221; Daher gingen wir in den neuen Bereich und deckten uns dort mit Cola, Popcorn und M&#038;Ms ein. Danach gings in freudiger Erwartung zurück zum Berlinale Saal. </p>
<p>Dort angekommen zeigten wir unsere Karten und &#8230; statt eines &#8220;Viel Spaß!&#8221; bekamen wir ein &#8220;Popkorn ist hier verboten!&#8221; in recht harschem Ton zu hören. Zunächst hielt ich es für einen Scherz. Popcorn im Kino verboten? Schließlich wird es hier ja verkauft.<br />
Ich fragte aber mal nach dem &#8220;Warum?&#8221;. Die Antwort: &#8220;Weil&#8217;s laut ist und stinkt!&#8221;, fauchte eine weibliche Kartenabreißerin. &#8220;Wir sind ein Filmfest und kein banales Popcorn-Kino!&#8221; Abgesehen davon, dass ohne dieses banale Popcorn-Kino die ganze Industrie nicht überleben würde, wurde mir der Spaß nun doch merklich verdorben.<br />
Ich versuchte konstruktiv zu bleiben und fragte nach einem Hinweisschild. &#8220;Das weiß man doch!&#8221;, war die Antwort und: &#8220;Außerdem steht das doch in den AGBs des Programmheftes!&#8221; Das Maß an Überheblichkeit nahm nun vollkommen ungeahnte Dimensionen an! Ich mußte mich schon sehr beherrschen, nicht auf das selbe unveschämte Niveau abzugleiten. Am liebsten wäre mir die Tüte aus der Hand gefallen. Hoppla, da hätte dann jemand den Besen holen müssen. Es hätte mir bestimmt Leid getan.<br />
Erstattung des Kaufpreises &#8211; Fehlanzeige. Der Vorschlag war, es bis nach dem Film aufzubewahren &#8211; tolle Idee &#8211; kaltes Popcorn nach dem Film! Genial! Warum bin ich nicht selbst drauf gekommen?<br />
<span id="more-39"></span>Bei dem Versuch, an der Hauptkasse (dort gab es auch kein Hinweisschild) das Geld zurück zu erhalten, worauf man sich dort auch nach kurzer Diskussion einließ, merkte ich, dass mir die Zeit weglief. &#8220;Kein Nacheinlass!&#8221;, dachte ich und stellte mich mit meiner Riesentüte in die Menge und fragte, wer sie geschenkt haben wollte. Schon war ich sie los und wenigstens ein anderes Pärchen konnte sich daran laben. </p>
<p>Der Film war auch schlecht, aber dafür bestimmt in irgendeiner Form wertvoll. Vielleicht war ich aber auch einfach nicht mehr in der Stimmung mich für ein &#8220;Filmfest&#8221; zu öffnen. &#8220;Tropa de Elite&#8221;, der Gewinner des goldenen Bären, hätte mir aber bestimmt auch ohne Popcorn gefallen. Nur weil ein Film dabei ist, heißt ja nicht, dass er auch gut sein muss. </p>
<p>Das Selbstverständnis der Beteiligten an der Berlinale, die ich kennenlernen mußte, grenzt sich deutlich von der Filmindustrie ab. Der Identitätssuche mag es helfen, ob es dem Zuschauer Freude bereitet und er sich als ehrenwerter Gast willkommen fühlt, bezweifele ich. Falls dies so gewollt ist, hat die Organisation den Spirit perfekt bis zu jedem Kartenabreißer getragen, falls nicht, gibt es noch viel zu tun.</p>
<p>PS: Neben uns hatten noch 2 weitere Pärchen das selbe Problem. Scheinbar weißt man es doch nicht!</p>
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		<title>Cassandra und die Academy&#8230;</title>
		<link>http://www.woltermann.de/archives/38-cassandra-und-die-academy.html</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 12:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 19. Januar bin ich in der Deutschen Oper gewesen. Wir haben uns Cassandra / Elektra angesehen. Wow, was für eine grandiose Inszenierung und herausragende künstlerische Leistung. Vielleicht schreibe ich dazu noch etwas. Auf jeden Fall ein fulminanter Start ins Kultur-Jahr 2008!
Ein paar Tage später dann hatte ich das Glück, ins Konzerthaus entführt zu werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Januar bin ich in der Deutschen Oper gewesen. Wir haben uns Cassandra / Elektra angesehen. Wow, was für eine grandiose Inszenierung und herausragende künstlerische Leistung. Vielleicht schreibe ich dazu noch etwas. Auf jeden Fall ein fulminanter Start ins Kultur-Jahr 2008!</p>
<p>Ein paar Tage später dann hatte ich das Glück, ins Konzerthaus entführt zu werden. Die <a href="http://www.asmf.org/index.htm" title="Homepage der Academy of St.Martin in the Fields">Academy of St. Martin in the Fields</a> unter der Leitung von <a href="http://www.julianrachlin.com/intro.html">Julian Rachlin</a> spielte Werke von Villa-Lobos, Mozart und Piazzola. Auch wenn die Meinungen über die Academy auseinandergehen und sie manchen Klassik Fans zu modern ist, war es für mich mit das Beste, was ich je hören durfte! Wunderbar lebendig und frisch, doch zugleich ausgewogen und &#8220;hörbar&#8221;. Ich war hin und weg und bin es irgendwie immernoch. </p>
<p>Leider gibt es dieses Arrangement nicht auf CD oder DVD. Sollte es jemand finden, so würd ich mich sehr über einen Hinweis finden. Vielleicht ist es aber auch gut so, denn Aufzeichnungen sind nicht dasselbe! <img src='http://www.woltermann.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Auf Wiedersehen 2007, Willkommen 2008!</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2007 11:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist mal wieder Silvester. Eine Woche nach Weihnachten ist das bisher eigentlich immer so gewesen. Das laufende Jahr geht zu Ende. Ein schönes Jahr, wie ich finde. Ich bin nach Berlin gezogen und habe das Leben und die Kultur in der Stadt wirklich genossen. Dabei waren Roger Cicero im Admiralspalast, die Zauberflöte in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist mal wieder Silvester. Eine Woche nach Weihnachten ist das bisher eigentlich immer so gewesen. Das laufende Jahr geht zu Ende. Ein schönes Jahr, wie ich finde. Ich bin nach Berlin gezogen und habe das Leben und die Kultur in der Stadt wirklich genossen. Dabei waren Roger Cicero im Admiralspalast, die Zauberflöte in der Waldbühne, „Das Leben ist Ernst“ und „<a href="http://www.woltermann.de/archives/3-Die-Perser.html" title="Artikel über "Die Perser"">Die Perser“ im Deutschen Theater</a>, Justin Timberlake (Danke Yvonne noch einmal für die Karten), die <a href="http://www.woltermann.de/archives/4-Potsdamer-Schloessernacht-2007.html" title="Artikel zur Potsdamer Schlössernacht">Potsdamer Schlössernacht</a>, der Gerome Robbins Ballettabend in der Staatsoper und so weiter.<br />
Dazu kamen noch meinen absoluten Highlights – <a href="http://www.woltermann.de/archives/16-Die-Leiden-des-jungen-Werthers-Teil-1.html" title="Artikel zu "Die Leiden des jungen Werther"">„Die Leiden des jungen Werther“</a> und „Heaven“, beides im Maxim Gorki Theater. Der Biberpelz auf selbiger Bühne war nicht so mein Ding. Weiterhin noch Kuttner in der Volksbühne, die Surfpoeten und viele kleine und alternative Veranstaltungen.<br />
<span id="more-35"></span>Kulturell war es ein wundervoll vielseitiges und reichhaltiges Jahr. Ich habe die Gelegenheit genutzt in Berlin zu sein und kann nur jedem Raten, das Angebot, welches einen anspricht, zu nutzen, so lange es noch da ist, damit eben nicht die von mir an anderer Stelle beschriebene Reue auftritt. </p>
<p>Zu den oben genannten Aufführungen kamen noch zahllose Ausstellungs- und Museumsbesuche. Mein Dank an dieser Stelle noch einmal für das tolle Geburtstagsgeschenk der Jahreskarte der Berliner Museen. Welch eine gelungene Idee! Die wohl tollste Sammlung war für mich die Sonderausstellung der <a href="http://www.woltermann.de/archives/11-Die-schoensten-Franzosen-kamen-....html" title="Artikel zu "Die schönsten Franzosen kommen aus New York"">„Schönsten Franzosen aus New York“</a> in der Neuen Nationalgalerie. </p>
<p>So geht für mich rein kulturell das wohl beste Jahr für mich zu Ende. Danke Berlin für deine Vielfalt und danke an alle, die diese schönen Dinge mit mir gemeinsam erlebt, genossen und danach diskutiert und verarbeitet haben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. </p>
<p>Auf Wiedersehen 2007! Ich bin gespannt, was 2008 zu bieten haben wird! La Traviata und Jürgen von der Lippe stehen schon fest, Turandot würde ich dieses Jahr endlich gern mal sehen! </p>
<p>In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr! </p>
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		<title>Eine unerwartete Begegnung</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 16:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade noch saß ich im Strandbad Mitte, einem Bistro an der Auguststraße in Berlin Mitte, da sprach mich ein junger Mann mit zurückhaltender höflicher Stimme an und fragte, ob ich Englisch spräche. Wir kamen ins Gespräch und er erzählte mir, dass er in Berlin sei um hier zu malen. Er zeigte mir einige seiner Studien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_100" class="wp-caption alignleft" style="width: 320px"><img src="http://www.woltermann.com/wp-content/uploads/2009/02/roonald-serie1-2-400.jpg" alt="Roonald Reiska - Impressions of Berlin" title="roonald-serie1-2-400" width="310" height="400" class="size-full wp-image-100" /><p class="wp-caption-text">Roonald Reiska - Impressions of Berlin</p></div>Gerade noch saß ich im Strandbad Mitte, einem Bistro an der Auguststraße in Berlin Mitte, da sprach mich ein junger Mann mit zurückhaltender höflicher Stimme an und fragte, ob ich Englisch spräche. Wir kamen ins Gespräch und er erzählte mir, dass er in Berlin sei um hier zu malen. Er zeigte mir einige seiner Studien und ich wurde neugierig. Sein Name ist Roonald Reiska und kommt aus Estland. Ich habe ihm eine Serie von Bildern abgekauft, welche in Mitte entstanden sind. Leider hat Roonald noch keine Website, aber die wird sicher bald kommen. Wer diesen Artikel liest und vielleicht Interesse bekommt, mehr von Roonald zu sehen, der kann mir eine Email schreiben, die ich ihm gern weiterleite. Ich möchte nicht einfach seine Mail hier veröffentlichen. </p>
<p>Roonald erzählte auch, dass er gerade in Paris war, aber dort empfand er die Farben als tot. Hier in Berlin passiert gerade etwas. Ja, das finde ich auch. Das war wieder einmal so eine Begegnung, für die ich so gern in Mitte lebe, denn Mitte lebt! </p>
<p>Ihr Björn Woltermann</p>
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		<title>Die Leiden des jungen Werthers (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 22:13:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittwoch war es so weit: Endlich stand das aktuelle Datum auf unseren Karten für das Maxim Gorki Theater. Von mehreren Seiten hatte ich schon von einer grandiosen Inszenierung des großen Werkes von Johann Wolfgang von Goethe in diesem Hause gehört. Zusammen mit Freunden und weiteren gespannten Theaterfreunden machten wir uns also auf, um mit großen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch war es so weit: Endlich stand das aktuelle Datum auf unseren Karten für das <a title="Website des Maxim Gorki Theaters" href="http://www.gorki.de">Maxim Gorki Theater</a>. Von mehreren Seiten hatte ich schon von einer grandiosen Inszenierung des großen Werkes von Johann Wolfgang von Goethe in diesem Hause gehört. Zusammen mit Freunden und weiteren gespannten Theaterfreunden machten wir uns also auf, um mit großen Erwartungen (übrigens ein toller Film) das Schauspiel zu erleben.</p>
<p>Vorab gleich eine Bemerkung: Ich bin noch immer so überwältigt vom Erlebnis des Stückes, dass ich erst jetzt beginnen kann, darüber zu schreiben. Da ich meine Eindrücke aber noch immer verarbeite, kann dies nur ein erster Einblick werden, woher auch der Titel herrührt.</p>
<p>Nun befinde ich mich in einer Zwickmühle – möchte ich doch viele unerwartete und sogleich wunderbare Details würdigen, ohne dabei den Effekt beim erstmaligen Erlebnis zu Nichte zu machen, den Sie haben werden, falls Sie meiner nachdrücklichen Empfehlung folgen sollten, das Stück in exakt dieser Besetzung zu besuchen. Daher werde ich Manches nur andeuten und vielleicht in einem späteren Beitrag mehr verraten.</p>
<p>Ort des Geschehens war also das Maxim Gorki in Berlin. Werther, gespielt von <a title="Biographie Hans Löw" href="http://www.gorki.de/ensemble/detailansicht.php?user=26121&amp;id_language=1">Hans Löw</a> verliebt sich unsagbar in Charlotte, ihrerseits verkörpert von <a title="Biographie Fritzi Haberlandt" href="http://www.gorki.de/ensemble/detailansicht.php?user=25695&amp;id_language=1">Fritzi Haberlandt</a>, welche jedoch mit Albert so gut wie verlobt ist. Dieser Albert, mit unvergleichlicher Präsenz und Plastizität gespielt von <a title="Biographie Ronald Kukulies" href="http://www.gorki.de/ensemble/detailansicht.php?user=25682&amp;id_language=1">Ronald Kukulies</a>, hat allerdings nicht vor von dieser abzulassen. Auf die Handlung an sich möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.</p>
<p>Wir saßen in der ersten Reihe, was angesichts der Tatsache, dass sich die Protagonisten nicht unerhebliche Anteile des Stückes zwischen Bühne und Reihe 1 (vor allem Werther) und in Reihe 3 (Albert) aufhielten, zu einem hautnahen Erlebnis wurde. Albert, zu welchem ich mich umdrehte da er zwei Reihen exakt hinter mir saß, forderte mich nach seinem ersten Monolog im selben nassforschen Tonfall auf, nun doch wieder nach vorn zu schauen, da er ja nun fertig sei, in welchem er seinen Part zuvor vorgetragen hatte. Dies tat er mit einer immens glaubhaften Spontanität, egal ob geplant oder nicht, welche für viele weitere situativ komischen Kommentare der Schauspieler exemplarisch sein sollte. Wir waren mitten drin. Als dann Werter mit der Souffleuse den Platz tauschte und in der ersten Reihe Platz nahm, um mit ihr gemeinsam aus dem Tagebuch der Ereignisse zu referieren, wurde das Erlebnis in den vorderen Rängen ein vollends unmittelbares. Für alle anderen Besucher bot sich eine andere, vielleicht nicht minder attraktive Perspektive. Durch einen zwischenzeitlich auf der Bühne montierten, leicht geneigten und  überdimensionalen Spiegel konnten sie das Treiben in den ersten Reihen in allen Zügen verfolgen. Ein Grund für mich, noch einmal hingehen zu wollen, um auch diese Perspektive auf mich wirken zu lassen.</p>
<p>Selten habe ich eine Bühneninszenierung erleben dürfen, in welcher es den Protagonisten in derart einnehmender Weise gelungen ist, die Emotionen der Helden der Handlung so direkt in die Reihen der Zuschauer zu transportieren. Falsch – ich habe es noch nie erlebt. Von überschwänglicher Euphorie in einer Minute über aussichtslose Verzweiflung in einer anderen hin zu aggressiver Verzweiflung – all das konnte ich erleben. All dies gepaart mit überzeugend trockener Situationskomik nahm uns mit auf eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Meinen Freunden und mir war nicht wirklich klar wie uns geschah. Ich kann zumindest für mich sagen, dass ich regelrecht gebannt und verzaubert wurde, da ich mich ohne vorgehalte und im Grunde vollkommen unbewusst geöffnet hatte. Nach Ende des Stückes war ich emotional regelrecht erschöpft. Grandios!</p>
<p>Ich ziehe meinen Hut vor (ich muss grad um die Worte ringen) … der Emotionalität und Glaubwürdigkeit, der Präsenz und Wandelbarkeit der Darsteller. Danke für eine wunderbare Erfahrung, an welcher ich noch lange zu zehren haben werde. <em>BRAVO!</em></p>
<p>An dieser Stelle möchte ich meinen Bericht vorerst beenden, um ihn an einem anderen Tag fort zu führen. Zu viel geht mir gerade durch den Kopf.</p>
<p>Bis bald, ich verspreche es …</p>
<p>Ihr Björn Woltermann</p>
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		<title>Die schönsten Franzosen kamen &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie ist schon wieder seit 2 Wochen geschlossen, die grandiose Sonderausstellung in der Neuen Nationalgalerie. Das Metropolitan Museums of Art in New York stellte ca. 150 Exponate (Skulpturen und Gemälde) für letztendlich 111 Ausstellungstage als Leihgabe zur Verfügung. 680.000 Besucher kamen und staunten. 

Ich persönlich war ca. zur Halbzeit dort und war vollkommen begeistert. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist schon wieder seit 2 Wochen geschlossen, die grandiose Sonderausstellung in der <a href="http://www.smb.spk-berlin.de/nng/"  title="Staatliche Museen zu Berlin - Die Neue Nationalgalerie">Neuen Nationalgalerie</a>. Das <a href="http://www.metmuseum.org/"  title="Metropolitan Museum of Art">Metropolitan Museums of Art</a> in New York stellte ca. 150 Exponate (Skulpturen und Gemälde) für letztendlich 111 Ausstellungstage als Leihgabe zur Verfügung. 680.000 Besucher kamen und staunten. </p>
<p><img src="http://www.woltermann.com/wp-content/uploads/2009/02/seerosenteichmonet.jpg" alt="seerosenteichmonet" title="seerosenteichmonet" width="288" height="363" class="alignnone size-full wp-image-104" /></p>
<p>Ich persönlich war ca. zur Halbzeit dort und war vollkommen begeistert. Mit Monets &#8220;Seerosenteich&#8221; und &#8220;Blick auf das Parlament&#8221; waren neben anderen meiner Highlights auch meine absoluten Lieblingsbilder live und in Farbe zu betrachten. Ich habe allein bei ihnen bestimmt eine halbe Stunde verbracht. Wunderbar gelungen fand ich die Audioführung.  Diese bot bei ausgewählten Exponaten nach der Erläuterung jeweils ein passendes Instrumentalstück als akustische Begleitung des visuellen Erlebnisses. Ein Konzept welches bei so gefühlvoller Umsetzung den Genuss in noch größeren Höhen klettern ließ. Claude Debussy’s „Claire de Lune“ habe ich gleich mehrfach genossen. Wunderbar!</p>
<p><img src="http://www.woltermann.com/wp-content/uploads/2009/02/parliamentmonet1.jpg" alt="parliamentmonet1" title="parliamentmonet1" width="400" height="354" class="alignnone size-full wp-image-98" /></p>
<p>Ebenfalls sehr gelungen war das Ticket-System. Bei Ausstellungen mit hohen Besucherzahlen bleiben besonders an Stoßzeiten lange Wartezeiten nicht aus. Hier wurden die Tickets und der Einlas getrennt. Man kaufte sich das Ticket, kam in eine elektronische Warteschlange und konnte sich per SMS benachrichtigen lassen, wenn man hineingehen konnte. So war es möglich, zusammen mit einer groben Schätzung der Wartezeit, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Der Potsdamer Platz liegt ja nur 10 min Fußweg entfernt. Hoffentlich wird dieses Konzept auch in Zukunft Anwendung finden! </p>
<p>Ich kann jedem kunstinteressierten Leser, welcher nicht da gewesen ist, nur sagen, dass er ein echtes Highlight verpasst hat. Nun ist es vorbei und ich freue mich schon auf die nächste Sonderausstellung in den Räumlichkeiten der Neuen Nationalgalerie!</p>
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		<title>Die Perser</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Woltermann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend haben eine Freundin und ich uns &#8220;Die Perser&#8221; im Deutschen Theater Berlin angesehen.
Gleich vorab &#8211; die Inszenierung von Heiner Müller hat mich vollkommen begeistert. Er hat die 2000 jahre alte, antike Tragödie nach Aischylos so wunderbar frisch und zugleich fordernd in ca. 90 Minuten gefaßt, dass ich sie jedem Freund der Bühnenkunst nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend haben eine Freundin und ich uns &#8220;Die Perser&#8221; im <a title="Deutsches Theater Berlin" href="http://www.deutschestheater.de/">Deutschen Theater Berlin</a> angesehen.</p>
<p>Gleich vorab &#8211; die Inszenierung von Heiner Müller hat mich vollkommen begeistert. Er hat die 2000 jahre alte, antike Tragödie nach Aischylos so wunderbar frisch und zugleich fordernd in ca. 90 Minuten gefaßt, dass ich sie jedem Freund der Bühnenkunst nur wärmstens ans Herz legen kann.<br />
Das Bühnenbild in seiner minimalistischen aber zugleich ausdrucksstarken Weise (ein drehbarer Wandkörper) wurde besonders in der Anfangsszene, dem fast pantomimisch dargestellten Machtkampf der Protagonisten, wunderbar eingebunden!</p>
<p>Ohne Vorkenntnisse der Geschichte rund um die Geschehnisse während der Seeschlacht bei Salamis zwischen den Persern und Griechen, welche Gegenstand der Handlung sind, ist das Stück allerdings eine nur schwer zu verdauende Delikatesse! Daher rate ich jedem, sich vor dem Besuch noch einmal mit der Handlung vertraut zu machen. Danach lassen sich das Stück und vor allem die vielen kleinen Details viel besser wahrnehmen. Ein Rat, welcher im Übrigen meiner Meinung nach für jedes Theaterstück gilt.</p>
<p>Die schauspieleriste Leistung war ihrerseits schlicht beeindruckend!</p>
<p>Das Stück wird noch bis November 2007 laufen. Es lohnt sich wirklich!</p>
<p>Weitere <a title="Programmdetails " href="http://www.deutschestheater.de/programm/stuecke/repertoire_detail.php?sid=748">Informationen zum Stück</a> gibt es auf der Seite des Theaters.</p>
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		<title>Potsdamer Schlössernacht 2007</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Aug 2007 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18.August 2007 fand auch dieses Jahr wieder die Potsdamer Schlössernacht statt. Es war mein erstes Mal und ich hatte das Glück, dass Freunde die eigentlich sofort vergriffenen Karten so zu sagen prophetisch auf Halde gekauft hatten. So war auch mir vergönnt an dieser wunderbaren Veranstaltung teilnehmen zu können. 
Wir hatten Glück, denn Petrus war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18.August 2007 fand auch dieses Jahr wieder die <a href="http://www.schloessernacht-2007.de/"  title="Website zur Potsdamer Schössernacht">Potsdamer Schlössernacht</a> statt. Es war mein erstes Mal und ich hatte das Glück, dass Freunde die eigentlich sofort vergriffenen Karten so zu sagen prophetisch auf Halde gekauft hatten. So war auch mir vergönnt an dieser wunderbaren Veranstaltung teilnehmen zu können. </p>
<p>Wir hatten Glück, denn Petrus war uns wohl gesonnen und verschonte uns mit Regen. Dass es rechtzeitig dunkel wurde, um die Illuminationen in voller Pracht erstrahlen zu lassen, so munkelte man, lag nicht am Wetter, sondern an der Drehung dieser angeblich kugelrunden Erde.</p>
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 150px">
<div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:33 --><img width="150" height="66"  src="/uploads/Media/Schloessernacht-2007-1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></div>
<div class="serendipity_imageComment_txt">Das &#8220;Neue Parlais&#8221;</div>
</div>
<p>Wer den Schlosspark Sancoussi nicht kennt, dem kann ich, neben dem Hinweis, ihn unbedingt einmal zu besuchen, nur sagen, dass es eine der beeindruckendsten barocken Gartenanlagen ist, die es gibt. Diese war zur Schlössernacht über und über mit Licht- und Klanginstallationen gespickt. Hier ein Bläserquartett, dort ein „sprechender Baum“, welcher von seiner Namengeschichte zu berichten wusste und an anderer Stelle las eine Dame aus Werken der Zeit der Erbauer des Parks. Mein persönliches Highlight waren von zwei Tenören vorgetragene Arien von Puccini und anderen Meistern. Dabei kam das Auge nicht zu kurz, denn während der eine Protagonist unter einer Laterne am Rand eines kleinen Sees stand, saß der zweite in einem kleinen Boot welches auf selbigem See umher kreuzte. Wunderbar!<br />
Einen krönenden Abschluss fand die Veranstaltung letztlich in einem klassischen Barock-Feuerwerk mit musikalischer Untermalung. </p>
<p><span id="more-4"></span>Einzige Wehmutstropfen waren die Tatsachen, dass man oft zu spät oder mitten in einer Darbietung erschien, da man schlicht und ergreifend auf „gut Glück“ den Park erkundete. Vielleicht haben wir ihn einfach nicht gefunden, aber einen Veranstaltungsplan hätten wir gern gehabt. Nach Ende des Feuerwerks brach dann der „Große Almabtrieb“ los. 20.000 Besucher versuchten in den zwar 5 minütlich fahrenden Park and Ride Bussen Platz zu finden, aber da es kein „crowd control concept“ gab, litt die Übersichtlichkeit ein wenig. Zu jeder grünen Ampel, sprich bei jedem neuen Fahrgastansturm auf die Bushaltestelle, stimmten die bereits dort Wartenden zu einem wehemenden Hinweis auf das Ende der Schlange an. Nach dem 3. Mal funktionierte sogar der Einsatz perfekt. </p>
<p>Interessanterweise war die Polizei so gut wie nicht präsent, abgesehen von den zwei Beamten, die die jeweils 500-1000 Besucher am Überqueren der Straße hindern wollten. Nice try guys! <img src='http://www.woltermann.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Entweder wird das Krisenpotential der Besucher einer Schlössernacht als so gering eingeschätzt, dass man keine Kräfte vor Ort braucht, oder aber man hat die Menschenmassen einfach unterschätzt.  Was, wenn es bei einer derart großen Menschenmenge zu einem Unfall oder Panik kommt? Toi toi toi, es ist ja nichts passiert. </p>
<p>Ein Hinweis noch an dieser Stelle. Klimaschutz hin oder her; der Park and Ride Platz lag so abseits, dass sich kaum ein Lichtstrahl der Stadt dorthin verirrte. Die üppig vorhandene Straßenbeleuchtung anlässlich einer so großen Veranstaltung pünktlich um 23 Uhr abzuschalten, damit sich 5000 Besucher in totaler Finsternis ihren Weg über S-Bahngleise (die Übergänge waren nicht in Sicht) und durch Schlaglöcher auf dem Parkplatz zum einen Fahrzeug suchen müssen, war ein zweifelhaftes Experiment. Glücklicherweise hatten wir nichts getrunken! Da wurde das Hilfslicht des Fotohandys kurzum zur Taschenlampe umfunktioniert! Not macht erfinderisch.</p>
<p>Alles in Allem war es ein großartiger Abend, welcher mit wunderschönen und kuriosen Eindrücken zum Fundus der gemeinsamen Erinnerungen unserer Gruppe grandios beigetrug! Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und werde bestimmt wieder dabei sein.<br />
Diesmal allerdings vielleicht mir der Bahn!</p>
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