Tag Archives: alltägliches

Lost Generation

I don’t want to comment on this, just spread it, ’cause it’s just great!

See for yourself!

Mein geliebter iPod 4G lebt nicht mehr

“Lebe wohl, mein treuer Begleiter!” Ja, nun ist es so weit. Mein erster iPod ist tot. Auf dem Rückflug aus Ibiza hat sein Herz (die Festplatte) beim Lesen schon seltsam kratzende Geräusche von sich gegeben und nun ist es aus. Letze Woche hat er seinen letzten Ton von sich gegeben.

Eigentlich war es gar nicht mein erster, sondern der zweite. Sie sahen sich jedoch zum verwechseln ähnlich, bis auf den Unterschied, dass der jetzt Verblichene, interessant bei einem weißen Gerät, ein farbiges Display hatte. Sein Vorgänger war für eine begrenzte Akku-Lebensdauer bekannt und so habe ich ihn nach einem Jahr und ohne erkennbare Schwächen auf eBay verkauft und mir mit kleinem Aufpreis seinen Nachfolger gekauft. Gefühlt ist es also noch immer der erste. Interessant finde ich auch, dass die Zeitrechnung erst mit dem ersten iPod beginnt. Vor meinem ersten Apple Player hatte ich schon andere MP3 Spieler. Diese hatten nur wenig Speicher und hielten nicht lange. Irgendwie zählen die nicht so recht.

So hat mich mein iPod 4G ganze vier Jahre begleitet, ohne die seines Apple-Vorgängers zu rechnen. Was für eine Leistung! Das hat noch kein Handy geschafft und das nehme ich nicht zum Laufen mit. Er durfte und mußte fast überall mit hin und hat schon einiges von der Welt gesehen. Ich gehöre leider nicht zu den Menschen, die ihren iPod vor den Pyramiden, beim Sex mit einer süßen pinkfarbenen iPod mini Dame oder auf Atlantis fotografiert haben. So kann ich keinen bebilderten Nachruf verfassen.

4 Jahre voller schöner und weniger guter Momente, die er mir mit seinem Repertoire an Klänger verschönert hat. Dafür möchte ich mich bedanken. Anders als deine Nachfolger, deren Design sich auch aufgrund der immer kürzer werdenden Produktzyklen ständig ändert, bist du für mich eine Design-Ikone. Vielleicht werde ich dich zusammen mit deinen genialen Ohrhörern der ersten Generation in Akryl gießen oder etwas anderes mit dir machen. Ich lasse mir schon noch etwas für dich einfallen.

Frei nach dem Motto: “Der König ist tot! Es lebe der König!” gibt es natürlich schon einen Nachfolger. Es ist ein iPod Nano 4G mit 16GB. Er wiegt nur noch einen Bruchteil, ist viel viel kleiner, kann einige Dinge mehr und so weiter. Dafür ist er keine Stilikone mehr, aber die Zeiten, in denen ein iPod ein Statement war, sind ja auch eh vorbei. Er ist längst ein Massenprodukt. Eines welches schlichtweg durch seine Kombination aus Features, Design und Funktionalität überzeugt hat.

Mein neuer Begleiter ist zunächst ungewohnt klein. Ich habe Angst ihn zu verlieren. Vielleicht tritt dies ja eher ein, als dass er seinen Geist aufgibt, aber es muss ja auch nicht alle iPods das gleiche Schicksal ereilen. Auf der anderen Seite hat die 5. Tasche bei einer five pocket jeans nun auch wieder einen Sinn. (Das ist die kleine rechts vorn.)

Eines zeigt sich aber immer wieder: Der, die oder das erste ist immer etwas besonderes!

Botox to go

Wie wäre es heute morgen denn einmal mit einer kleinen Schönheits OP auf dem Weg zur Arbeit? Statt Kaffee oder Latte Macchiato einfach ein paar Fältchen wegspritzen lassen.

Ist das die neue, schöne Welt? Ich weiß nicht so recht. Als ich das Schaufenster sah mußte ich erst einmal laut und herzlich lachen, aber irgendwie ist das Thema gar nicht so lustig. In China lassen sich viele Frauen in den Metropolen ein Fältchen ins Augenlied machen, um euopäischer auszusehen – und das alles in der Mittagspause.

Botox to go

Nun denn, das muss jeder Mensch für sich entscheiden. Dennoch finde ich, dass Eingriffe gut überlegt sein sollten und daher ist es an den Ärzten zu überprüfen, ob sich der Patient oder die Patientin auch sicher ist, dass sie das machen will.

Eine Hochzeit in Las Vegas kann man letztlich wohl leichter annulieren lassen, als ein OP in der Mittagspause.

… wenn’s sche macht! :-)

… wenn man eine Reise macht …

Guten Morgen! Es ist 09:46 und ich sitze im ICE von Berlin nach Nürnberg. Irgendetwas zwischen 4 und 5 Stunden wird die Fahrt wohl dauern. Derzeit warten wir auf irgendeinen schriftlichen Befehl, um in “Jena Paradies” einfahren zu dürfen. Warum wir dafür so einen Schrieb brauchen und warum der Halt in Jena auf den Namen “Paradies” hört – wer weiß das schon.

Start war 07:53 Uhr in Berlin in meinem geliebten Hauptbahnhof! Es ist wirklich schön, aber vor 08:00 Uhr ist da noch nicht viel los. Daher stieg ich ohne Frühstück ein. Kaum saß ich an meinem reservierten Platz mit Tisch packte auf selbigen schon ein treckendes Pärchen ihre “Brotzeit” aus. Frische Brötchen und dazu ein frische Dose vegetarischen Ökoaufstrichs. Die Geruchsentwicklung war bemerkenswert. Gegenüber war es ein Rentnerpaar, welches ebenfalls die geschmierten Brote aus der sorgfältig gefalteten Alufolie blätterten. Noch eine interessante Duftkombination aus reifem Käse und Leberwurst. Sind sich die Menschen eigentlich bewusst, was sie ihren Mitreisenden damit antun?
Nur als Exkurs: noch schlimmer ist es im Intercity. Dort sind Frikadellen und Würstchen mit Senf an der Tagesordnung. Das ist noch viel schlimmer. Ein Grund warum ich, wenn immer möglich, einen IC meide. Continue reading

WLAN oder nicht WLAN, …

… ist das noch eine Frage?

Wenn ich sonntags Frühstücken gehe und Freunde und Bekannte noch nicht das Tageslicht erblickt haben, besuche ich gern eine Bar namens “Strandbad Mitte”. Dort gibt es guten Kaffee, einen leckeren Fruchtsalat, freundliche Bedienung, fast keine Touristen und WLAN. Ja genau, ich kann dort mit meinem Rechner ins Internet und z.B. meine Artikel gleich ins Netz stellen. Ein Service, der die Lokalität vielleicht 20 Euro im Monat kostet, aber nur dann, wenn sie nicht schon eine Internet-Flatrate haben und diese noch zu ihrem Telefonanschluss hinzu buchen müssen. Eine Summe, welche mit 5-10 Getränken wieder eingespielt ist.

Starbucks macht es, die Raddisson SAS Hotels haben es, die Deutsche Bahn macht es in Ihren Lobbys und andere Ketten kommen auch nach und nach auf die Idee – ja genau, einen Internetzugang anzubieten.
Continue reading

Verletzt, nicht hässlich!

Viele Dinge im Leben sind eine Frage der Perspektive. Der Klassiker ist die Frage, ob ein Glas nun halb voll oder aber halb leer sei. Doch selbst wenn einem dieses Prinzip vertraut ist und man sich auf die Seite der “Halb voll”-Sager geschlagen hat, so gibt es immer wieder Situationen, in denen man nicht merkt, dass man soeben die Seiten gewechselt hat.

Eine Freundin hatte vor ein paar Tagen eine unschöne aber notwendige Begegnung mit ihrem Zahnarzt. Auf die Frage, ob wir zur Linderung der Schmerzen nicht ein Eis essen gehen wollten, lautete die erste spontane Antwort “Gern, ich habe auch schon darüber nachgedacht, aber lieber nicht!”. Als Grund gab sie ihr geschwollenes Gesicht an.

Es soll jetzt gar nicht um sie als Person gehen. Vielmehr möchte ich diese Situation als Anlass für ein paar Überlegungen nutzen. Die Tatsache, dass man sich nach einer Operation nicht in die Öffentlichkeit wagt, ist schon etwas Besonderes. Niemand, der nach einem Skiunfall mit Gips herumkrückt (sich mit Gehhilfen fortbewegt), hat sich wohl je Gedanken darüber gemacht. Warum also meine Freundin nach Ihrer Zahn-OP? Ich denke es liegt daran, dass wir uns mit unserem Gesicht identifizieren. Wir sind das, was wir im Spiegel sehen. Wenn wir aber eine Platzwunde haben, einen Insektenstich oder eine dicke Wange nach einer Operation, so bleiben wir doch wer wir sind, nicht wahr?

Nach der Antwort meiner Freundin, kein Eis mit mir genießen zu wollen, erwiderte ich ihr, dass sie eine Verletzung habe und nicht hässlich sei. Sie dachte für einen Augenblick darüber nach und stimmte mir zu. “Interessante Sichtweise”, kommentierte sie und willigte ein, mit einem Eis den tristen, post-operativen Suppenalltag zu durchbrechen.

Fazit: Wie können wir von unseren Mitmenschen erwarten, nicht oberflächlich nach Aussehen und erster Erscheinung zu urteilen, wenn wir uns selbst genau danach bewerten, um zu entscheiden, ob wir das Haus verlassen oder aber nicht? Nur Mut, das Leben ist viel zu kurz, um schöne Momente zu verpassen.

In diesem Sinne alles Gute!

Ihr Björn Woltermann

In einem Taxi durch Berlin

Gestern Abend war es einmal wieder so weit. Ich wollte mich mit Freunden in einer Bar im Prenzlauer Berg treffen und kam auf das Taxi als Verkehrsmittel meiner Wahl. Gedacht – getan, gleich 50 Meter vor meiner Haustür stand auch schon eines an der Ampel. Lampe an, das ging ja diesmal schnell. “Super”, dachte ich “200 Meter Weg zum Taxistand am Hackeschen Markt gespart!” “In die Christburger Straße im Prenzlauer Berg, bitte”, lautete mein Zielwunsch. Mittlerweile habe ich gelernt, dass man den Stadtteil in Berlin mit angeben sollte, denn die Taxifahrer sind sich nicht immer sicher, welche Straße gemeint ist. Da die deutsche Sprache nicht immer problemfrei beherrscht wird, scheuen sich manche nachzufragen. Gleich den Stadtteil zu nennen spart da viel Zeit, die andernfalls bei der Fahrt in die falsche Richtung verloren ginge.

Continue reading

Smile, it’s raining!

Warum verziehen die Menschen eigentlich immer das Gesicht, wenn es regnet oder leicht mieselt? Werden wir auf diese Art weniger nass oder tut der Regen gar weh? Nein, ganz im Gegenteil. Ich persönlich empfinde den Regen als angenehm, egal ob ich grad Laufen bin und mir dieser aufgrund meiner Regensachen nichts ausmacht, oder ich am Strand spazieren gehe und der Regen auf das Ölzeug prasselt.

Regen ist toll. Besonders mag ich diesen feinen Sprühregen, bei dem man die einzelnen Tröpfchen gar nicht ausmachen kann. Im Mai, so heißt es, soll der Regen sogar schön machen. Super! ;-)

Wir müssen auch nicht die Augen schützen, obwohl es wahrscheinlich genau so ein Instinkt ist, der uns zu diesen Grimassen veranlasst. Die Evolution hat uns Augenhöhlen und Wimpern gegeben, um unsere Augen effizient zu schützen. Solange es nicht hagelt, oder aber der Regen in Orkanstärke daher kommt, ist alles in Ordnung.

Schneller rennen ist ok um weniger nass werden. Den Regen an sich können wir aber nicht abstellen oder weniger nass machen. Versuchen Sie ihn beim nächsten Mal zu genießen, statt zu verfluchen. Ohne ihn würden die Bäume und Blumen nicht blühen und wir hätten kein Wasser zum Trinken. Er spendet Leben und sollte von uns eher mit Freude als mit Verdruss empfangen werden. Klar ist Sonne angenehmer, aber wenn der Regen schon da ist, dann machen wir doch das Beste daraus. Nass werden wir eh, also warum sich darüber ärgern. Der Regen macht es nicht mit Absicht!

Ich freue mich jedes Mal, wenn mir ein Mitmensch im Regen begegnet und dieser sich über mein nicht verzogenes Gesicht wundert. Versuchen Sie doch auch einmal dem nächsten Schauer mit einem Lächeln zu begegnen. Der nächste Regen kommt bestimmt!

Ihr Björn Woltermann

Warum Schuhe und Handtaschen?

Jeder Mann, der schon einmal eine Freundin und/oder Frau hatte, kam bestimmt schon einmal an den Punkt an dem er sich fragte, warum Frauen eigentlich immer Schuhe oder Handtaschen shoppen gehen wollen? Früher konnte Mann eine Frau mit einer Einladung zu einem romantischen Dinner zu zweit ziemlich sicher zu einem Date bewegen, heute ist der Vorschlag am Samstag in der City Schuhe shoppen zu gehen der ultimative Verführungsköder für einen gemeinsamen Tag. Trotz aller Ironie ist sicher ein Funken Wahrheit darin.

Warum sind es aber die Schuhe und Handtaschen, die im Zentrum des weiblichen Beutefokus stehen? Über die Jahre habe ich mir dazu einige Gedanken gemacht, denn während der Einkaufsausflüge der vergangenen Jahre bot sich die eine oder andere Wartezeit zum Sinnieren an. Warum sind es nicht T-Shirts oder Röcke, Hosen oder Kleider? Was haben Schuhe und Taschen gemeinsam, was sie von anderen Kleidungs-Bestandteilen unterscheidet?

Continue reading

No Regrets – Reue oder nicht Reue?

Reue, die; – [mhd. riuwe, ahd. (h)riuwa, urspr. = seelischer Schmerz, H. u.]: tiefes Bedauern über … (aus dem Online Angebot des Dudens)

Um mich der Frage zu nähern, warum man bereut oder nicht, möchte ich zuerst einmal die Frage nach der Reue an sich stellen. Welche Komponenten spielen eine Rolle? Zunächst einmal muss sich etwas in der Vergangenheit ereignet haben, was wir aus heutiger Sicht nicht gut finden. Darüber hinaus mussten wir signifikanten Einfluss auf das Ereignis gehabt haben, schließlich können wir nicht bereuen, dass eine Umweltkatastrophe einen Landstrich verwüstet hat. Folglich muss das Ergebnis mit unserer Handlung zu tun gehabt haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir etwas getan oder eben nicht getan haben. Auch Unterlassung ist eine Handlung mit Folgen.

Continue reading