Tag Archives: kurioses

Botox to go

Wie wäre es heute morgen denn einmal mit einer kleinen Schönheits OP auf dem Weg zur Arbeit? Statt Kaffee oder Latte Macchiato einfach ein paar Fältchen wegspritzen lassen.

Ist das die neue, schöne Welt? Ich weiß nicht so recht. Als ich das Schaufenster sah mußte ich erst einmal laut und herzlich lachen, aber irgendwie ist das Thema gar nicht so lustig. In China lassen sich viele Frauen in den Metropolen ein Fältchen ins Augenlied machen, um euopäischer auszusehen – und das alles in der Mittagspause.

Botox to go

Nun denn, das muss jeder Mensch für sich entscheiden. Dennoch finde ich, dass Eingriffe gut überlegt sein sollten und daher ist es an den Ärzten zu überprüfen, ob sich der Patient oder die Patientin auch sicher ist, dass sie das machen will.

Eine Hochzeit in Las Vegas kann man letztlich wohl leichter annulieren lassen, als ein OP in der Mittagspause.

… wenn’s sche macht! :-)

Das Baumarkt-Didgeridoo

Gestern Nachmittag sind wir beim Stadtbummel auf dem Ku-Damm vor dem Kino Zoo-Palast auf diesen Didgeridoo-Spieler mit seinem coolen, selbst gebauten Instrument gestoßen.
Seht selber! (Leider ist im Hintergrund die “Rennleitung” wieder mal unterwegs!)

Fußpils

Menschen, die mit einem Bier in der Hand durch die Straßen laufen – dies war für mich bis vor einem Jahr ein eher befremdliches Bild. Dann jedoch bin ich nach Berlin gezogen und es gehörte zum immer häufiger beobachteten Stadtbild.

Eines Abends auf dem Heimweg mit meinen neuen Kollegen kehrten wir bei einem Kiosk ein, kauften uns je eine Flasche Becks Lemon und gingen weiter. Ich lernte, dass das in Berlin “Laufbier” hieße und vollkommen normal sei. Das Pfand der zurückgelassenen Flaschen könnten sich dann auch gleich die Finder einstecken – Faulheit als gute Tat so zu sagen. Ein wie gesagt befremdliches aber durchaus interessantes Konzept. Nach einem langen Tag im Büro ist ein kühles Blondes auf dem Fußweg nach Haus auf jeden Fall eine willkommene Erfrischung.

Eines Abends am Wochenende dann traf ich mich ca. 15 min entfernt mit Freunden und nahm auf dem Weg auch eine Flasche zu trinken mit. Eine neue aber gute Idee. Falls man mit der S-Bahn unterwegs ist, wird übrigens aus dem Laufbier ein “Wegbier”, da man ja nicht mehr läuft. Eigentlich logisch, oder nicht?

Continue reading

Heißes Pflaster

Jeder kennt sie. Es gibt sie in unzähligen Varianten. Schon in der Antike wurden sie verlegt – die Pflastersteine.
Beim klassischen deutschen Kopfsteinpflaster sind sie in etwa handgroß, fast schwarz sowie quadratisch in der Grundform und oben etwas abgerundet. Sind sie vollständig rundlich nennt man sie Katzenkopfsteinpflaster. Beide Arten gehören zu den Großsteinpflastern. In den Städten im Westen unserer Republik, in denen ich bisher gelebt habe (Minden, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf) sind dies die vorwiegenden Formen.

Jetzt wohne ich in Berlin. Einer Stadt mit einer unglaublichen Vielfalt und auch mit einem Hang zu Demonstrationen. Sei es nun, dass es das Zentrum des politischen Lebens ist, die Protestszene auf eine lange Tradition zurückblicken kann, Autonome sich hier scheinbar gern treffen oder weil die Menschen ihren Anliegen einfach mal Luft machen wollen. Ich weiß es nicht.

Das Wort Protest kommt aus dem Lateinischen von dem Verb “protestare” und bedeutet “für etwas Zeugnis ablegen”. Die Betonung liegt auf “für”, nicht “gegen”. Aber wann findet schon einmal eine Kundgebung für etwas statt? Ich kann mich dieses Jahr nur an “Gegen”-demos erinnern. Gegen die Online-Durchsuchung, gegen Tierversuche, gegen Castor-Transporte. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wird nach meinem Eindruck auch nicht für die Arbeit demonstriert sondern eher gegen alles Mögliche. Amnesty International bildet eine rühmliche Ausnahme, denn sie legt für die Einhaltung der Menschenrechte Zeugnis ab.

Continue reading