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Back online

“Hey, what took you so long?” This is exactly the question I am asking myself the last days. But let’s start at the beginning. By the way always a good idea. :-)

My blog was hacked 4 years ago and was taken offline by my provider. I tried to get it back online but was not able to. Other things became more important and so it stayed dormant. I also got more and more caught in the phenomena that I discribed in my post . VCs and Entrepreneurs blog and write, but in large corporations like I workd for the last alsmost 4 years, this is really tricky. But let’s see. :-)

Three days ago I deleted everything and asked my provider to reactivate my domain. And here we are. New WordPress, all the old content and hopefully some new stuff in the future.

The first change of cause is the switch to English to enable more of my friends to follow my posts. I will still publish some articles in German, but only if I expect the target audience to be – let’s call it – receptive to German texts.

To make things easier I will try to find a nice Google Translate plugin. The jokes and sarcasm will not translate, but maybe the message will stay.

Reading some very old posts is very interesting to me. Some predictions turned out to be head on some thoughts are still en vogue and some aspects have not been adopted by a broader audience yet.

So, have fun and please join my discussions.

Best from Berlin,

Björn

Ein Lächeln zum Geschenk

In diesen Tagen ist es kalt und entweder verregnet oder verschneit. Die Menschen sind mit ihren Autos vielleicht gerade irgendwo im Verkehr stecken geblieben und zu spät gekommen oder aber haben ihr Ziel etwas nasser als sonst erreicht.

Nun gut – das Wetter können wir nicht ändern (nehmen wir den selbstgemachten Klimawandel einmal außen vor). Sollten wir einmal zu spät kommen und dies auf höhere Gewalt zurückzuführen zu sein, so können wir es auch nicht ändern.

Wie also nun mit derartigen Widrigkeiten umgehen?

Mein Tipp: Ertragen Sie es mit Gelassenheit! Ärgern macht die Situation nicht besser und hilft Ihnen schon gar nicht! Ärgern macht nur Falten und hilft der Kosmetikindustrie. War das Ihr Ziel, als sie sich das letzte Mal über das schlechte Wetter oder einen Stau aufgeregt haben?

Wie schon in meinem Artikel “Smile, it’s raining!” kann ich Ihnen nur eines raten: Genießen Sie den Moment! Er hat wunderschöne Aspekte, die Sie im Ärger vielleicht übersehen würden.
Ja, es schneit gerade und ist kalt, aber hören Sie einmal wie wunderbar der frische Schnee unter den Schuhen knirscht! :-) Oder aber es regnet – ja, man kann den Regen riechen, hmmm, und die Luft ist dann immer so wunderbar sauber!

Gestern bin ich am Hackeschen Markt entlang nach Hause gegangen, hatte gute Laune und mir diese auch nicht vom Nieselregen verderben lassen. Ich lächelte und schaute den Menschen, die mir entgegenkamen auch in die Augen. Viele Menschen schauen auf den Boden oder meiden Blickkontakte, wenn sie durch die Straßen gehen. Wie schade!

Ich schaute also meinen Mitmenschen in die Augen, nicht aufdringlich, aber mit meiner fröhlichen Gelassenheit. Und siehe da – einige wachten auf aus ihrem Trott, irgendetwas auf dem Boden zu suchen und auch ihre Gesichter wurden von einem Lächeln gekrönt. Ein wirklich schönes Gefühl einem unbekannten Mitmenschen ein Lächeln geschenkt zu haben!

Möchten Sie es auch einmal versuchen? Vielleicht finden ja auch Sie gefallen daran!

Ihr Björn Woltermann

Lost Generation

I don’t want to comment on this, just spread it, ’cause it’s just great!

See for yourself!

Reisebericht Ibiza 2008 – Teil 4

Nun ist der Urlaub auch schon wieder vorbei. Ich bin zurück in Deutschland blicke voller Freude auf eine wundervolle Woche zurück. Vor Antritt der Reise war ich mir nicht sicher, ob ich noch “ibiza-kompatibel” sein würde. Es liegen schließlich 10 Jahre zwischen meinem letzten Urlaub auf dieser Insel zurück, auf dem ich auch Parties besucht habe.

Kurz gesagt “Ja” und zwar aus dem Grund, dass ich die Insel und das Geschehen dort mit ganz anderen Augen gesehen habe. Die wirklich einzigartige Mischung aus Stimmung, Flair, Leichitgkeit des Seins, Ausgelassenheit, Natur, gutem Essen, Internationalität, traumhaften Buchten und grandiosen Partys ist wirklich unübertroffen und hat mich auf ein neues begeistert!

Ich will und kann gar nicht viel dazu schreiben, denn man muss es einfach erlebt haben. So bleibt mir nur, euch noch ein paar schöne Fotos zu zeigen wie hier vom Cap Blanc, an dem es bei wolkenlosem Wetter märchenhaft schöne Sonnenuntergänge zu bewundern gibt
Cap Blanc
oder hier ein Blick von unserem Tisch im Restaurant “Es Xarcu” in der Bucht “La Cala Virgen”, in dem ich den wohl besten Fisch seit Jahren gegessen habe.
Es Xarcu Meerblick
Nach meiner Landung in Hannover am Sonntagmorgen waren die gut 15 Grad Temperaturunterschied schon frappierend. Irgendwie bin ich wohl in den falschen Flieger gestiegen. Die Saison ist nun aber auch vorbei, doch ich habe schon beschlossen, das wunderbare Ibiza nächstes Jahr wieder zu besuchen!
Vielleicht sehen wir uns! Ich würde mich freuen!

Mein Mitte, mein Berlin

Es ist Sonntag, später Mittag oder früher Nachmittag, wie man es nimmt. Ich sitze wie so oft um diese Zeit in meinem Lieblingskaffee “Strandbad Mitte” und Frühstücke. Es mag dafür zeitlich vielleicht für durchschnittsdeutsche Verhältnisse zu spät sein, aber ich esse eben lieber mein “Kleines Frühstück Halb und Halb” als etwas schweres Warmes am Mittag.

Draußen steht ein Mann mit Gitarre, er könnte Adrian Brody’s Bruder sein, die Ärmel seines blauen Hamdes hoch gekrempelt, mit Lederhalskette und hat einfach Spaß. Es singt nichts Bekanntes, dafür aber authentisch Klingendes. Seine Stimme ist etwas dünn, aber sehr angenehm.

Das Wetter ist angenehm warm, zwar bewölkt aber gerade bahnt sich die Sonne einen Weg durch den Hochnebel. Ich lese die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit mehr oder weniger angenehmen Themen, dafür aber in einem angenehm unreißerischen Ton. Putin jagd angeblich Tiger zu wissenschaftliuchen zwecken mit betäubungsgewehren und rettet ganz nebenbei Wanderer vor der Bestie. Wers glaubt, Ippon für den großen Helden.

Dann stoße ich auf einen Bericht über ein wahrlich gigantisches Filmprojekt. Diesen Freitag, am 5. September haben 80 Kamerateams 24 Stunden lang Berliner Alltagsszenen eingefangen. Unser Kultursenator rief alle Bürger auf, sich herauszuputzen und aufzubrezeln, was in erbärmlicher Weise zeigt, wie wenig er den Sinn dieses wohlmöglich epochalen Werkes verstanden hat. Glücklicherweise sind sich die Berliner dem Aufruf nicht gefolgt. Gut gemacht!

Ich trinke meinen zweiten Latte und freue mich einmal wieder, in dieser grandiosen Stadt zu wohnen. Einer Stadt, die sich ihr wirklich eigenes Lebensgefühl kultiviert hat. Da braucht es auch keine Kampagne wie “Sei Berlin”, wir Berliner, ob nun eingeboren oder zugezogen, wir alle sind Berlin.

Nun werd ich mich mal wieder auf den Weg machen.

Grüße an alle die mich kennen! Kommt mich doch bald mal wieder besuchen, ihr seid wie immer herzlich eingeladen.

Euer Björn

Botox to go

Wie wäre es heute morgen denn einmal mit einer kleinen Schönheits OP auf dem Weg zur Arbeit? Statt Kaffee oder Latte Macchiato einfach ein paar Fältchen wegspritzen lassen.

Ist das die neue, schöne Welt? Ich weiß nicht so recht. Als ich das Schaufenster sah mußte ich erst einmal laut und herzlich lachen, aber irgendwie ist das Thema gar nicht so lustig. In China lassen sich viele Frauen in den Metropolen ein Fältchen ins Augenlied machen, um euopäischer auszusehen – und das alles in der Mittagspause.

Botox to go

Nun denn, das muss jeder Mensch für sich entscheiden. Dennoch finde ich, dass Eingriffe gut überlegt sein sollten und daher ist es an den Ärzten zu überprüfen, ob sich der Patient oder die Patientin auch sicher ist, dass sie das machen will.

Eine Hochzeit in Las Vegas kann man letztlich wohl leichter annulieren lassen, als ein OP in der Mittagspause.

… wenn’s sche macht! :-)

Wohnen, wo andere Urlaub machen

Ich wohne in Berlin – am Hackeschen Markt um genau zu sein. Dieser Platz und die nahe Umgebung ist einer der großen Touristenmagneten der Stadt und eine “must see location”. Viele Berliner reagieren mit Erstaunen, wenn ich das erzähle und meinen, dass es dort doch viel zu laut und voller Touristen sei. Dort könne man doch nicht wohnen.

Die ist nur eine Seite der Medaille. Wahrheit ist, dass es dort viele Touristen gibt, aber eben nur in den Hauptstraßen und auf den bekannten Plätzen. Betritt man aber eine Seitenstraße, so ist es plötzlich ruhig und in den Innenhöfen fast gespenstisch leise. Nur 200m Luftlinie entfernt sieht es schon ganz anders aus. Auf der anderen Seite ist es eben auch nur genau so weit, bis ich mitten im Leben bin. 200m zu den Geschäften, meinem Häagen Dasz und den Straßencafés, den zahlreichen Restaurants und Straßenmusikanten wie diesen hier:

Und so wohne ich nicht im Troubel der vielen Touristen, die auch mal betrunken durch die Straßen vagabundieren, sondern dort, wo andere Menschen Urlaub machen. Ist das nicht toll? Ich bin auch nach anderthalb Jahren vollkommenbegeistert und habe es nicht einen Tag bereut hier her zu ziehen!

Auf das Leben und die Vielfalt der Menschen aus aller Herren Länder, die ich so immer wieder mal durch Zufall neu kennen lernen kann! Was für eine großartige Zeit an einem grandiosen Platz in dieser wundervollen Stadt Berlin!

“Du bist so geil Berlin!” *sing*

Varekai im Cirque du Soleil

Gestern war es so weit, mein erstes Mal. Es gibt viele erste Male, aber selten eines von solch geballter Schönheit und Emotionalität, dass es mir eine Gänsehaut verlieh und die Schauer nur so über den Rücken laufen ließ. Ich war mein erstes Mal im Cirque du Soleil.

All das verdanke ich einer Freundin, die mich fragte, ob ich nicht Lust hätte mit ihr die Vorstellung zu besuchen. Da ihre Vorschläge bisher immer toll waren, willigte ich ein, ohne zu wissen, worum es sich genau handelte. Ein Circus, nun ja, aber Kathi hat Geschmack, daher machte ich mir keine Sorgen. Es sei recht teuer, warnte sie mich, aber wenn es ihr das wert sein sollte, dann auch mir. Sie buchte die Karten und so fuhren wir am letzten Donnerstag an den Ostbahnhof, um in den Cirque du Soleil zu gehen und Varekai zu sehen.

Von außen war es lediglich ein großes Circuszelt, in dessen Vorzelt die Hotdogs schon ausverkauft und das Popcorn zu teuer und pappig war. Aber egal, wir waren ja nicht zum Essen da. Als wir dann freundlich in das Grand Chapiteau gebeten wurden, bekam ich beim Anblick des Bühnenbildes einen ersten Eindruck dessen, was uns erwarten würde.

Doch weit gefehlt! Nachdem ein liebevoll kauziger Typ, sozusagen der Narr, Erzähler und zugleich Bindeglied der Geschichte uns begrüßte, fiel in der ersten Nummer ein Engel vom Himmel. Ohne Sicherung bewegte er sich wie schwerelos in einem weißen Netz. Während der nächsten 5-10 Minuten (ich kann nicht sagen, wie lang es tatsächlich war) bot sich uns ein Überfluss an wundervollen Eindrücken, wie ich ihn zuvor noch nie gesehen hatte. Traumhaft phantasievolle Details, eine grandiose Inszenierung, mehr als perfekte Körperbeherrschung begleitet von wunderbaren Klängen und Livegesang. Was soll ich sagen – mir kam lediglich die Frage, warum ich nicht schon eher in den Cirque du Soleil gegangen war und was ich eigentlich bisher verpasst habe. Man könnte meinen, ich hatte einen audiovisuellen Orgasmus – ganz im Ernst!
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Auf Wiedersehen – ich werde dich vermissen!

Es ist nun schon eine Weile her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Um genau zu sein – in 2008 noch gar nicht. Dabei ist schon sooo viel geschehen. Vielleicht ist genau das der Grund; ich bin gar nicht dazu gekommen, etwas hier festzuhalten.

Leider hat das Jahr sehr traurig begonnen. Am 30.12. ist meine über alles geliebte Großmutter ins Krankenhaus gekommen. Es war sehr ernst. Noch zum Weihnachtsfest gab es keine Anzeichen. Obwohl sie sich danach noch einmal aufgerappelt hat, ist sie Anfang März eingeschlafen.Das Herz konnte einfach nicht mehr weiter.

omabjrnbrilleMögest du in Frieden Ruhen! Ich liebe dich und werde dich sehr vermissen. Vor allem aber bin ich überaus dankbar für alles, was ich mit dir erleben durfte! Die Zeit, die wir hatten, und die Intensität, mit der wir die Jahre, von denen wir wußten, dass sie begrenzt sein würden, genutzt und gelebt haben. Ich würde alles genau so noch einmal machen!
Das Beste war aber, dass du bis zum Schluss geistig vollkommen präsent warst, wir konnten Abschied nehmen und du in aller Ruhe und Frieden gehen. Mehr konnte ich mir für dich nicht wünschen. Danke auch dafür!

Eine Sache jedoch habe ich gelernt und werde sie in Zukunft anders machen: Du wolltest mich immer in Berlin besuchen kommen und sehen, wie mein Leben hier ist. Wir haben es nicht in 2007 gemacht, weil wir uns von verschiedenen Ereignissen und Hindernissen haben abhalten lassen. Diesen Fehler werde ich nicht mehr machen, das habe ich mir fest vorgenommen.

Angesichts der ganz wundervollen Art und Weise, wie das Leben zu uns war, ist dies aber nur eine Kleinigkeit.

Ich werde dich immer in meinem Herzen und Erinnerungen behalten, so fröhlich und intelligent, humor- und liebevoll, interessiert und neugierig! Jeder der dich wirklich kannte, wußte dich zu lieben und zu schätzen. Allen die dich nicht kennenlernen konnten, werde ich von dir erzählen!

In diesem Sinne, wie du immer so schön gesagt hast: “Jetzt eine Stunde aufs Sofa und dann ins Bett!”

In Liebe, dein Björn

Verletzt, nicht hässlich!

Viele Dinge im Leben sind eine Frage der Perspektive. Der Klassiker ist die Frage, ob ein Glas nun halb voll oder aber halb leer sei. Doch selbst wenn einem dieses Prinzip vertraut ist und man sich auf die Seite der “Halb voll”-Sager geschlagen hat, so gibt es immer wieder Situationen, in denen man nicht merkt, dass man soeben die Seiten gewechselt hat.

Eine Freundin hatte vor ein paar Tagen eine unschöne aber notwendige Begegnung mit ihrem Zahnarzt. Auf die Frage, ob wir zur Linderung der Schmerzen nicht ein Eis essen gehen wollten, lautete die erste spontane Antwort “Gern, ich habe auch schon darüber nachgedacht, aber lieber nicht!”. Als Grund gab sie ihr geschwollenes Gesicht an.

Es soll jetzt gar nicht um sie als Person gehen. Vielmehr möchte ich diese Situation als Anlass für ein paar Überlegungen nutzen. Die Tatsache, dass man sich nach einer Operation nicht in die Öffentlichkeit wagt, ist schon etwas Besonderes. Niemand, der nach einem Skiunfall mit Gips herumkrückt (sich mit Gehhilfen fortbewegt), hat sich wohl je Gedanken darüber gemacht. Warum also meine Freundin nach Ihrer Zahn-OP? Ich denke es liegt daran, dass wir uns mit unserem Gesicht identifizieren. Wir sind das, was wir im Spiegel sehen. Wenn wir aber eine Platzwunde haben, einen Insektenstich oder eine dicke Wange nach einer Operation, so bleiben wir doch wer wir sind, nicht wahr?

Nach der Antwort meiner Freundin, kein Eis mit mir genießen zu wollen, erwiderte ich ihr, dass sie eine Verletzung habe und nicht hässlich sei. Sie dachte für einen Augenblick darüber nach und stimmte mir zu. “Interessante Sichtweise”, kommentierte sie und willigte ein, mit einem Eis den tristen, post-operativen Suppenalltag zu durchbrechen.

Fazit: Wie können wir von unseren Mitmenschen erwarten, nicht oberflächlich nach Aussehen und erster Erscheinung zu urteilen, wenn wir uns selbst genau danach bewerten, um zu entscheiden, ob wir das Haus verlassen oder aber nicht? Nur Mut, das Leben ist viel zu kurz, um schöne Momente zu verpassen.

In diesem Sinne alles Gute!

Ihr Björn Woltermann