WLAN oder nicht WLAN, …

… ist das noch eine Frage?

Wenn ich sonntags Frühstücken gehe und Freunde und Bekannte noch nicht das Tageslicht erblickt haben, besuche ich gern eine Bar namens “Strandbad Mitte”. Dort gibt es guten Kaffee, einen leckeren Fruchtsalat, freundliche Bedienung, fast keine Touristen und WLAN. Ja genau, ich kann dort mit meinem Rechner ins Internet und z.B. meine Artikel gleich ins Netz stellen. Ein Service, der die Lokalität vielleicht 20 Euro im Monat kostet, aber nur dann, wenn sie nicht schon eine Internet-Flatrate haben und diese noch zu ihrem Telefonanschluss hinzu buchen müssen. Eine Summe, welche mit 5-10 Getränken wieder eingespielt ist.

Starbucks macht es, die Raddisson SAS Hotels haben es, die Deutsche Bahn macht es in Ihren Lobbys und andere Ketten kommen auch nach und nach auf die Idee – ja genau, einen Internetzugang anzubieten.
Gerade sitze ich im Häagen-Dazs und sie haben es nicht, schade. Ein kleines Café um die Ecke bei mir bietet es an und es hat sich als Kundenmagnet erwiesen. Jedes Mal wenn ich dort bin, sitzen 10-20 Kunden mit Ihrem Notebook dort und trinken Kaffee oder Tee, essen Sandwiches oder Kuchen. Toll!

WLAN ist eine Commodity geworden, und dennoch keine. Die Lokalitäten, die es verstanden haben, profitieren davon und andere verschlafen es. Bleibt noch die Frage, ob man den Zugang kostenpflichtig machen sollte oder nicht. Wenn man wiederkehrende Kunden hat, sollte es frei bleiben, denn dann kommen sie gern wieder und geben mehr Geld aus.

Anderseits, will ich in meinen Lieblings-Restaurant Menschen mit Ihren Rechnern sitzen haben? Ich weiß nicht so recht. Kostenloses WLAN finde ich einen tollen Service, denn er zeigt, dass man verstanden hat, was die Kunden wünschen, und dass man nicht aus allem Profit machen will. Das wird sich auf lange Sicht bestimmt auszahlen!

Ihr Björn Woltermann

Leave a Reply