Zitat: Es gibt zwei Arten von Berlinern …

An den Zäunen rund um die Baustelle auf dem Pariser Platz sind zahlreiche Bilder und ein Zitat von Harald Martenstein zu sehen. Dieses sagt:

“Es gibt zwei Arten von Berlinern. Die einen sind in diese Stadt hineingeboren worden und halten das alles hier für selbstverständlich. Die anderen, zu denen ich zufällig gehöre, haben sich diese Stadt ausgesucht. Diese Leute, zu denen ich gehöre, sind glücklich. Sie können nicht verstehen, warum die geborenen Berliner manchmal schlecht gelaunt sind oder aggressiv. Gibt es etwas Besseres, als in der besten Stadt der Welt zu wohnen?”

Das Zitat “erschlägt” viele Beobachtungen, welche ich in den Monaten seit dem Beginn meines Wahlberlinerdaseins gemacht habe. Es gibt den Begriff der “Berliner Kodderschnauze”, einen sprachlich rauhen Umgangston, welchen man tagein tagaus überall antrifft. Soziokulturell soll dieser seine Wurzeln in dem Umstand finden, dass der Großraum Berlin seit Jahrhunderten ein Zuzugsgebiet ist. Eine umfassende Zusammenstellung dazu findet man auch auf Wikipedia.

Zurück zum Thema vom Anfang; ich wünsche allen in Berlin geborenen: Geht hinaus in die Welt, zieht in eine andere Stadt, sei es nun in Deutschland oder auch nicht! Ihr werdet die Stadt mit anderen Augen betrachten. Auch wenn es ein großer Vergleich ist, so hat dieses doch etwas von den Astronauten, welches die Erde das erste mal aus dem All sahen und damit ein neues, wunderbares Bild voller Wertschätzung für unsere Heimat schufen.

Ich für meinen Teil habe Berlin in mein Herz geschlossen und finde es einfach nur schade, dass ich nicht mehr die Gelegenheit habe, Harald Juhnke sein “Berlin, Berlin” singen hören zu können.

Zu Harald Martenstein:
Harald Martenstein ist Journalist und Autor. Er arbeitet unter anderem für den Tagesspiegel und unterhält eine Kolumne in der Zeit.

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